Samstag, 23. Januar 2016

Stephen King: Dudddits. Dreamcatcher

Quelle: Amazon.de


Was die vier Freunde Pete, Henry, Jonesy und Biber als harmlosen Jagdausflug in die Wälder von Maine geplant hatten, endet in einer bizarren tödlichen Bedrohung. Da fällt ihnen Duddits ein, ihr alter Freund mit telepathischen Fähigkeiten - er ist ihre letzte Hoffnung auf Rettung aus diesem nicht enden wollenden Alptraum ...

Pete, Henry, Jonesy und Biber sind Kindheitsfreunde, die alljährlich im November jagen gehen. Doch in diesem Jahr läuft alles schief. Plötzlich steht das Jagdgebiet unter Quarantäne und die Vier begegnen einem Mann, der in sich etwas auszubrüten scheint, das nicht menschlicher Natur ist ...
Um die Alieninvasion irgendwie abzuwenden, brauchen sie die Hilfe von Duddits, dem Freund mit übersinnlichen Fähigkeiten. Aber Duddits ist nicht nur zurückgeblieben, sondern auch sterbenskrank.

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich schon einige Jahre zuvor den Film Dreamcatcher gesehen. Ich fand ihn ganz gut, mittlerweile weiß ich aber, dass er von den meisten King-Liebhabern gehasst wird. Ich habe ihn leider nicht mehr so präsent, um ihn großartig mit dem Buch vergleichen zu können. Das schreit nach einem Re-Watch!

Die Erzählung ist eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart. Man erfährt, was die Protagonisten in ihrer Kindheit erlebt und was sie zusammengeschweißt hat. Wie für Stephen King üblich legt er einen großen Fokus auf die Hintergründe der Figuren. Vielen ist das oft zu langatmig, ich habe nach den langen Expositionen oder in diesem Fall Zwischenschaltungen aber immer das Gefühl, die Figuren richtig gut zu kennen. Sie werden so zu Individuen mit einer Vergangenheit, die sie nachhaltig geprägt hat.

Kings Aliens entbehren nicht einer gewissen Komik, denn hat eines erst einmal von einem Menschen Besitz ergriffen, plagen ihn überaus übelriechende Rülpser und Furzer, und das Alien entweicht schlussendlich explosionsartig aus dem Hintern des Opfers. Trotz dieser leicht humoristischen Umgangsweise sind Alieninvasion und Gegenmaßnahmen gut durchdacht, und es bleibt bis zum Ende spannend, welche Partei beginnen wird.

Es gibt eigentlich nur eine Sache, die mir an dem Roman nicht so sehr gefallen hat: Die Länge. Ab der Mitte ca. beginnt eine Verfolgungsjagd zwischen drei verschiedenen Interessengruppen, die quasi bis zum Ende anhält. Natürlich gibt es Zwischenstopps und wichtige Entwicklungen, trotzdem ist die Jagd ein wenig lang gezogen. Rund 100 Seiten weniger hätten meines Erachtens nicht geschadet.

Wer noch nie etwas von King gelesen hat, wird das Setting mit den Aliens aus dem Hintern vielleicht nicht wirklich begeistern, deswegen empfehle ich andere Werke von ihm (z.B. Shining), für mich als King-Liebhaberin aber doch (fast) so gut wie immer!

Kommentare:

  1. Hallo! :-)

    Also, noch ein King, den ich unbedingt lesen muss. Danke für die Empfehlung!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Ah Duddits fand ich so großartig damals <3
    Unbedingt den Film dazu anschauen, den habe ich mir kurz nach Lesen des Buches gleich im Kino angesehen, der ist auch sehr gut geraten!

    LG Steffi E.

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