Donnerstag, 3. Dezember 2015

Cody McFadyen: Der Todeskünstler (Smoky Barrett 2)

Quelle: Amazon.de
 
 
Das Grauen ist hier. Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Türe öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper - geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihre kommen ...


Nach Smokys letztem großen Fall ist erst einmal ein wenig Ruhe in ihr Leben gekehrt. Bis sie zu einem Tatort gerufen wird, wo ein Mädchen kauert, das eine Waffe dabei hat und nur mit Smoky Barrett reden möchte. Das Mädchen, Sarah, hat so einiges in ihrem Leben durchmachen müssen und glaubt, dass Smoky die einzige ist, die ihr helfen kann. Schließlich hat das Leben bei Smoky schon eine Menge Narben hinterlassen.

Der zweite Teil der Reihe um Ermittlerin Smoky Barrett fängt relativ harmlos an. Man erfährt, was sie so treibt, wenn sie nicht gerade einen Serienkiller jagt. Ihren Alltag mitzuerleben, fand ich auf der einen Seite zwar ganz spannend, auf der anderen Seite hat es mir aber etwas zu lange gedauert, bis die eigentliche Handlung losging. Ein bisschen früher Action hätte ich da besser gefunden.

Eine große Veränderung im Gegensatz zum Vorgänger ist das Tagebuch von Sarah. Darin hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Diese Geschichte nimmt einen großen Teil der Handlung ein. Für mich war das etwas zu viel. Indem man in Sarahs Kindheit versetzt wird, verliert man etwas den Blick für die aktuellen Geschichten, sodass ich mich immer ein bisschen aus der Story herausgerissen gefühlt habe. Natürlich ist spannend, inwiefern der Todeskünstler Sarahs Leben begleitet hat, gleichzeitig waren diese Erzählungen aber relativ lang, sodass die Handlung zweigeteilt war.

Insgesamt konnte mich der Fall dieses Mal nicht so ganz von sich überzeugen. Nicht nur wegen der Tagebucheinträge fand ich die Handlung manchmal etwas schleppend. Teilweise hat sich nur wenig in der Fallentwicklung getan, und die Auflösung hat mich nicht wirklich umgehauen. Ich fand Der Todeskünstler keinesfalls schlecht, aber nachdem mich der erste Teil um Smoky Barrett so vom Hocker gehauen hatte, war ich vom Nachfolger doch ein kleines bisschen enttäuscht. Jedoch nicht so sehr, als dass ich nicht wissen wollte, wie es weitergeht!

Smoky Barrett - die Reihe:
Die Blutlinie
Der Todeskünstler
Das Böse in uns
Ausgelöscht

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