Dienstag, 21. April 2015

[Blogger United] Autoren, die sich über 3-Sterne-Rezensionen aufregen


Blogger United hat es sich zum Ziel gemacht, in einem Zeitraum von fast zwei Wochen jeden Tag auf einem anderen Blog über ein vorher festgelegtes Thema zu diskutieren. Die Termine sowie Themen könnt ihr der Liste weiter unten entnehmen. Ich hoffe, dass viele mitdiskutieren, denn das ist der Sinn dieser kleinen Aktion.

Mein Thema "Autoren, die sich über 3-Sterne-Rezensionen aufregen" möchte ich gerne ein bisschen ausweiten auf Autoren, die mit der Kritik von Rezensenten unzufrieden sind. 
Ganz am Anfang soll gesagt sein, dass ich in dem kleinen Text einmal davon ausgehe, dass die Kritik, die ein Blogger/Rezensent geäußert hat, konstrunktiv und nicht "Hmh, keine Ahnung, fand's doof" war, sodass die "Schuld" nicht beim Leser liegt. ;)
Autorenbegleitete Leserunden sind eine feine Sache. Wir als Leser erhalten die Chance, nicht nur in Austausch mit den anderen Mitlesenden zu kommen, sondern außerdem mit dem Schöpfer des Werkes selber zu sprechen. Wir können Unklarheiten beseitigen, ihn um Schreibtipps bitten, loben oder auch Kritik üben. 
Autoren gehen unterschiedlich mit Kritik um. Manche freuen sich über jeden Hinweis, wie sie etwas besser machen können. Andere wiederum halten ihr Buch für perfekt, und jeder Kritikpunkt wird als Angriff gegen die eigene Person gewertet. 
Mit autorenbegleiteten Leserunden hatte ich bisher fast nur gute Erfahrungen. Ich bin ein eher kritischer Mensch und äußere deshalb auch, wenn ich mit Passagen/Figuren etc. nicht klar komme. Die meisten Autoren sind für solche Hinweise sehr dankbar, denn wenn die gleichen Sachen mehrmals genannt werden, wissen sie, dass es sich nicht nur um die subjektive Auffassung eines einzelnen handelt, sondern dass viele dasselbe Probleme hatten. Damit kann man arbeiten. Ich hatte bisher nur eine Leserunde mit einem Autor, bei dem das nicht so gut geklappt hat. Ich habe bei einzelnen Abschnitten geschrieben, dass ich nicht mehr so am Ball bin und dass die Handlung mich nicht mitreißt. Ich habe auch einzelne Beispiele genannt, also nicht einfach so herumgemeckert. Der Autor war zwar nicht wirklich unfreundlich, er konnte jedoch überhaupt nicht nachvollziehen, dass ich das Buch nicht supergut fand. Zu meinen Kritikpunkten hat er sich dann auch gar nicht wirklich geäußert, nur sein Unverständnis darüber geäußert, dass es mir nicht gefiel. Wie kann ich es auch wagen, sein Buch nicht unglaublich gut zu finde?!

Ein weiteres Phänomen, was immer wieder auftaucht, sind - meistens - Self-Publisher, die sich über Rezensionen und Bewertungen aufregen, die sich im Mittelfeld, sprich bei 3 Sternen, befinden. Ich weiß, jeder hat siene eigenen Maßstäbe beim Bewerten. Was bedeuten also 3 Sterne? Für mich heißt das meistens Folgendes: Der Roman war gut. Er war spannend/humorvoll/emotional (je nach Genre). Gleichzeitig heißt es aber auch nicht, dass ich total umgehauen worden bin. Ich fand ihn besser als durchschnittlich, Luft nach oben gab es aber trotzdem. Vielleicht waren aber auch super Ansätze vorhanden, die leider nicht ihr volles Potential ausgeschöpft haben. Reicht das nicht?

Warum regen sich Autoren dann über 3-Sterne-Bewertungen auf? Haben sie sich auch immer in der Schule geärgert, wenn sie eine 3 geschrieben haben? Schließlich ist dort eine 3 immer noch "befriedigend", also vollkommen okay. Oder nicht?

Mir selber ist es zum Glück noch nicht passiert, aber es gab Auotren, die sich wirklich über die Blogger/Rezensenten aufgeregt und teilweise eine Hetzjagd gegen diese gestartet haben. Warum das Ganze? Natürlich wollen Autoren erfolgreich sein. Aber ist es nicht natürlich, dass nicht jedem ein Buch 100% gefallen kann? Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und dewegen wird man es wohl nie schaffen, ein Buch zu schreiben, das wirklich Jedem gefällt. Zusätzlich handelt es sich meistens um Autoren im Anfangsstadium. Da ist es doch normal, dass nicht alles perfekt ist. Jeder fängt klein an und kann so einiges dazu lernen.

Geht es vielleicht eher darum, den Self-Publisher zu unterstützen? Rezensionen und Bewertungen sind ein wichtiges Mittel, um Werbung zu machen. Viele potentielle Leser informieren sich zuerst bei amazon und co., sie lesen sich ein paar Rezensionen durch und entscheiden vielleicht danach, ob sie ein Buch kaufen oder nicht. Ich selber bin immer dafür, Autoren in den Startlöchern zu unterstützen. Bücher von "Anfängern" bewerte ich häufig sogar etwas besser bzw. ich setze andere Maßstäbe an als bei einem Buch von Stephen King beispielsweise. Würde ich Debütromane mit allen Büchern vergleichen, die ich je gelesen habe, würde wohl kaum eines von ihnen über zwei Sterne bekommen. Also bewertet man vor dem Hintergrund der Umstände. Man will schließlich helfen. Andererseits finde ich es doof, Bücher mit fünf Sternen zu bewerten, wenn sie es einfach nicht verdient haben, Self-Publisher und "Anfänger" hin oder her. Die meisten Rezensenten vergeben die fünf Sterne nur widerwillig und für echte Knaller, Debütromane sind es aber nun eben nicht zwingend.

Kommen wir zurück zu der eigentlichen Frage: Warum regen sich Autoren über etwas besser als durchschnittliche Bewertungen auf? Ich weiß, dass beim Schreiben unheimlich viel Persönliches mit reinfließt. Man steckt sein ganzes  Herzblut hinein und wenn man als Self-Publisher tätig ist, steckt auch noch viel mehr Aufwand dahinter. Da wünscht man sich natürlich, dass das Buch bei allen gleich gut ankommt. Aber man kann es nunmal niemandem komplett recht machen. Aber warum sich dann beschweren, wenn man einmal "nur" drei Sterne erhalten hat? Vor ein paar Monaten hat eine Bloggerin mal gepostet, dass sie nach einer 3-Sterne Rezension geradezu einer Hetzjagd ausgesetzt war, initiiert vom Autor. Ich habe nicht das Buch, dafür aber ihre Rezension gelesen, die vollkommen okay war, sowohl von der Ausdrucksweise her als auch inhaltlich. 
Mal nachfragen, warum eine Bewertung so "schlecht" ausgefallen ist, ist okay. Ein bisschen bedröppelt sein, ist auch okay. Aber eine Hetzjagd, bei der die Rezensentin für ihre begründete Meinung niedergemacht wird? Nein, das sollte niemals der Fall sein. Sowohl Blogger als auch Autor sollten immer so aufrichtig zueinander sein, dass man im normalen Ton über das Buch reden kann. Ohne Beleidigungen, ohne Anschuldigungen.


Wie sehen eure Erfahrungen mit Autoren aus? Waren sie nur positiv, oder hattet auch ihr manchmal das Gefühl, dass sich der Autor über eure ehrliche Meinung ärgert, auch wenn sie gar nicht so schlecht ausfällt?
Blogger United - Themen und Termine
 
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23. April: http://www.lilstar.de – Blogger im Umgang miteinander
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Kommentare:

  1. Ich hatte schon mehrfach Autoren, die sich über meine Rezis aufgeregt haben. Ich verstehe, dass gerade für Neuautoren eine "schlechte" Rezension frustrierend ist und als potenzieller „Karrierekiller“ gesehen wird. Allerdings schreibe ich meine Rezis nicht, um Autoren zu fördern, sondern als Konsumentin, die anderen potenziellen Käufern eine Orientierung im Meer der erhältlichen Büchern bieten möchte. Und ich habe wenig Verständnis für "Welpenschutz", denn allzu oft geht es dabei nur um gekränkte Eitelkeit und ein überzogenes Ego. Nicht jeder, der ein Instrument spielt, versteht sich als Profimusiker. Warum habe dann so viele, die einen Roman schreiben, das Gefühl, die Welt habe nur auf ihr Buch gewartet? Solange eine Rezi sachlich begründet ist, habe ich überhaupt kein Verständnis für motzende Autoren, egal ob es um 1 oder 3 Sterne geht. Wer sich als ernst zu nehmender Autor versteht, sollte professionell genug sein, um auch mal eine nicht so tolle Bewertung verkraften zu können und begründete Kritik als solche ernst zu nehmen.

    Ach ja, noch schlimmer finde ich übrigens, wenn sich nicht nur der Autor, sondern auch noch der Lektor oder die Verlagsleiterin über eine "schlechte" Rezi beschwert. Hatte ich leider beides auch schon...

    LG, Julia

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    1. Hallo Julia,

      meckernde Verlage oder Lektoren sind mir zum Glück noch nicht untergekommen. Ich denke, viele von ihnen, auch die Autoren, erwarten vor allem bei Rezensionsexemplaren, dass die Bewertung gut sein muss, schließlich hat man das Buch für lau bekommen. Das sollte allerdings kein Maßstab dafür sein, ein Buch gut zu bewerten.

      Den Vergleich mit Musikern finde ich sehr interessant. Vielleicht liegt es daran, dass das Schreibtalent nicht genau definiert werden kann? Ein Musiker sollte erst einmal die Noten treffen und im Rhythmus bleiben.
      Bei Büchern finde ich es schon schwerer, da einem nicht immer dasselbe an einem Buch gefällt. Vielleicht ist ein Buch mal sprachlich nicht so abwechslungsreich und schön, kann aber durch Story oder Figuren überzeugen. Andersherum kann es genau so sein. Es ist nicht immer spannend, dazu überzeugt die Sprache auf ganzer Linie.
      Schreibtalent ist, finde ich, teilweise einfach echt etwas relativ.

      LG Bücheraxt

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    2. Den Vergleich mit den Musikern finde ich auch gut, den muss ich mir merken, falls es mal zu so einer Situation kommt :-)
      Letztlich besteht eine Rezension auch aus einer persönlichen Meinung, die ja nicht bei jedem Leser identisch ist. Deswegen finde ich Begründungen in Rezensionen so wichtig und wenn diese vorhanden sind, kann man sich nur, wie von dir beschrieben, über die Unprofessionalität des Autors ärgern, wenn dieser nicht konstruktiv und sachlich darauf reagiert.

      Mir selbst ist es zum Glück noch nie passiert, aber ich teile deine Meinung, dass gerade Self Publisher da empfindlicher zu sein scheinen.

      LG Desiree

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    3. Dass besonders Self-Publisher so empfindlich reagieren, mag auch daran liegen, dass man mit ihnen meistens eine persönlichere Ebene pflegt als mit einem Autor im Verlag, mit dem man häufig nur durch den Lektor oder einen Verlagssprecher Kontakt hat.

      Das, was du gesagt hast, sollte der einzige Maßstab für eine gute Rezension sein: die Begründung der eigenen Meinung. Auf dieser Grundlage kann man notfalls diskutieren und ganz viel davon lernen.

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    4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    5. Ich persönlich finde, der Vergleich mit den Musikern hinkt ein klein wenig. "Schreibtalent" gehört dazu, ja, aber man kann Schreiben auch lernen. Jeder fiktive Text hat eine Struktur, die keine Zauberei ist und viele Texte folgen Regeln, die für ihre Gattung oder ihr Genre gelten. Ich denke, wenn man ein guter Autor sein will, muss man sich vielleicht mit Literatur eben nicht nur als Leser, der unterhalten werden will, auseinandersetzen, sondern auch als "Literaturwissenschaftler." Das heißt nicht, dass man gleich Germanistik studieren soll - aber einen Text als formales Produkt zu betrachten kann viele Hinweise geben, wie man Schreiben vielleicht sogar besser angehen kann. So wie ein Musiker eben seine Noten lernt und den Rhythmus verinnerlicht.

      Motzende Autoren hatte ich noch nie, Glück gehabt, und auch keine enttäuschten Verlage oder Portalbetreiber, etc. Was ich aber schon häufig gesehen habe, sind Self Publisher, die am falschen Ende gespart haben und sich keine lektorierende Instanz zur Hilfe genommen haben. Das finde ich dann immer schade, denn nichts ist doofer als ein eigentlich guter Text, dem es an Rechtschreibung, Syntax oder einfach an konsistentem Stil mangelt. Aber dazu ist ja auch die Leserkritik da, um auf solche Dinge aufmerksam zu machen. ;)

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    6. Hallo Lola,

      da stimme ich dir zu, einiges kann man auch lernen. Aber ich denke auch, dass ein Buch immer noch eher schlecht sein kann, selbst wenn man sich an die Genreregeln etc. hält.
      Und ja, Rechtschreibung ist ein großes Problem bei Self-Published Books. Da ist bei mir immer sehr schnell die Schmerzgrenze erreicht.

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    7. Genau beim Lernen liegt ja für mich der Knackpunkt im Vergleich mit den Musikern. Es lernen Hunderttausende Klavierspielen, ohne sich für den Super-Pianisten zu halten. Warum sehen die Leute dann nicht, dass Schreiben ebensoviel "Handwerk" ist und nicht nur geniale Inspiration? Genauso wie nicht jeder Klavierspielende CDs aufnehmen sollte, sollte längst nicht jeder Roman veröffentlicht werden, der irgendwo in einer Schreibtischschublade liegt. Nur ist Selfpublishing inzwischen derart einfach, dass es die meisten dann eben doch tun...

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  2. Huhu. Also beleidigt war bisher noch keiner. Ich selbst vergebe häufig 3 Sterne, einfach weil es wie du gesagt hast die mittlere Bewertung ist. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Weniger als zwei vergebe ich eigentlich nicht. Vier Sterne gebe ich wenn mich das Buch fesseln konnte und nur wenig zu meckern war und 5 sind eben sie Knaller bei denen das Gesamte toll war. Nur weil ich 5 gebe haben auch andere Blogger schon mal nur 2 Sterne gegeben, jeder hat einen anderen Geschmack und eine andere Vorstellung des "perfekten" Buches

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    1. Dann bewertest du entweder sehr nett oder hattest bisher viel Glück beim Lesen. Ich hatte schon das ein oder andere Buch, was wirklich unter aller Kanone war, aber so häufig kommt es zum Glück nicht vor :D

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  3. Hey du :)
    Ich habe heute zu diesem Thema meine Kolumne gestartet. Genau deswegen, weil sich eine Autorin bei mir aufgeregt hatte, dass ich ihrem Buch eine schlechte Bewertung online gestellt habe. (zu den Umständen kannst du gerne hier nachlesen: http://zeilensprung-literatur-erleben.blogspot.de/2015/04/kolumne-von-guten-rezensionen-und.html)

    Persönlich habe ich früher mit dem Autoren/der Autorin Rücksprache gehalten, habe meine Meinung dann Meist nicht online gestellt, was zum Fazit hatte, dass ich kaum Rezensionen vorzuweisen hatte ;) Aber mittlerweile bin ich darüber hinaus dies zu tun. Denn meine Meinung ist schließlich meine Meinung. Und solange ich sie nicht so raushaue und sie konstruktiv begründen kann, werde ich sie auch weiterhin veröffentlichen. Ich lese sehr gerne Selfies und einige begeistern mich sogar. Ich bewerte so jedes Buch genau so, bei mir gibt es kein "Anfänger" und "Bestsellerlisten-Preisträger". Klar hat die zweite Gruppe einen weit größeren Rahmen, weit mehr Erfahrung, aber wie jeder Markt ist der Buchmarkt umkämpft, das kann man nun einmal nicht auf alle eingehen, so schwer es auch für viele auch ist.
    Und wenn ich das Buch schlecht gefunden beziehungsweise viel an ihm auszusetzen habe, dann will ich doch, dass sich die ehrlichen Käufer nicht in den Allerwertesten beißen, wenn sie nur all die guten Rezensionen lesen und sich dann fragen, warum dieses Buch oder jenes so gut angekommen ist, obwohl es doch ihrer Meinung nach reinster Schrott ist.

    LG
    Sarah

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    1. Meine Meinung habe ich hauptsächlich auf deinem Blog kundgetan ;)
      Nur 5-Sterne-Rezensionen erscheinen mir immer total unseriös. Und wenn ich dann genau das Buch auch gelesen und viel weniger Sterne vergeben habe, dann frage ich mich häufig, ob die anderen das Buch gelesen haben oder sie der Autorin einen Gefallen tun wollten.

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  4. Guten morgen Danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich muss sagen dass ich es als unangenehm finde,wenn die Autoren bewusst dazu auffordern positive rezis beim großen a zu liken und so die negativen als nicht hilfreich zu bewerten. Denn ehrlich wer sagt denn dass die negativen nicht mehr hilfreich sind. Leider hilft sowas dem Leser bei der Entscheidung nicht wirklich. Und die Arbeit des Bloggers unterstützt es auch nicht. Und das ist ziemlich häufig gerade bei den indie Autoren leider

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  5. Ich als Autorin kann nur sagen, dass ich mich über jede Rezension freue. Viele lesen das Buch und hinterlassen null Rückmeldungen. Das ist immer schade.
    Was ich viel schlimmer finde, sind Rezensionen, die ein oder zwei Sterne haben und deren Inhalt meist so klingt: "Habs gelesen, hat mir nicht gefallen". Solche Rezis kann man sich wirklich klemmen

    Liebe Grüße Jenny
    (aka Jennifer Heine, Autorin))
    (aka Jenny Bücherwurm, Bloggerin)

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    1. Hallo Jenny,
      die Annahme, dass die Rezi nichtssagend ist, habe ich in dem Bericht ja extra ausgeklammert. Ist ja klar, dass sich ein Autor über so etwas immer besonders ärgert. Denn wenn die Bewertung nicht so gut ist, möchte man natürlich wissen, woran das liegt.
      LG Bücheraxt

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  6. Huhu!

    schöner Beitrag! :)

    Also, ich selbst habe noch keine wirklich schrecklichen Erfahrungen gemacht. Zwar hat mich ein Autor auch schonmal nach den Gründen für die, seiner Ansicht nach, schlechte Bewertung gefragt, es aber nach meiner Begründung dabei belassen. Zwar mit der Anmerkung, dass man das ja trotzdem besser bewerten könne, aber das habe ich trotzdem nicht gemacht.

    So Geschichten, wie du sie erwähnt hast, habe ich allerdings auch schon mitbekommen und war darüber wirklich entsetzt. Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass da nicht reflektiert wird, dass das eigene Verhalten ein absolutes No-Go ist.
    Natürlich kann ich verstehen, dass Autoren darüber traurig sind, wenn jemand ihr "Baby" nicht so toll findet, aber eine Hetzjagd oder ähnliches geht wirklich zu weit. Wenn man so etwas an die Öffentlichkeit lässt, dann muss man auch damit rechnen, dass man entsprechende Rückmeldungen bekommen kann und sollte damit leben können.

    Was allerdings meiner Meinung nach auch nicht geht, ist eine Bewertung unter der Gürtellinie seitens uns Bloggern, denn so etwas gab es ja auch schon. Und das finde ich auch nicht gut. Man kann ein Buch schlecht bewerten, aber man sollte dabei so sachlich wie möglich sein und Kraftausdrücke dürfen im heimischen Wohnzimmer bleiben. Auf dem Blog haben sie nichts zu suchen - meine Meinung dazu ;)

    GlG,
    Nicole

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  7. Hey,

    Also dass sich jemand bei mir über eine 3 Sternerezi aufregte hatte ich noch nicht, mir wurde sogar schon mal bei einer 1Sternerezi mit Köage gedroht. Kam auch von einer Indieautorin.

    LG Sheena

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    1. Da würde mich prinzipiell interessieren, ob das überhaupt funktioniert? Also hätte sie vor Gericht echt einen Anspruch auf Klage? Hast du dich damit mal auseinandergesetzt?

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    2. Ich habe mich mal damit beschäftigt, aus gegebenem Anlass. Solange die Kritik sachlich fundiert ist und du keine persönlichkeitsverletzenden Ausdrücke gebrauchst, hat eine Klage wegen Beleidigung o.ä. keine Chance. Und es lohnt sich, beim Urheberrecht genau zu arbeiten, damit man auch dort keine Angriffsfläche bietet. Wenn auf der Verlagsseite nichts angegeben ist, lasse ich mir die Nutzung des Covers immer schriftlich bestätigen, und ich verzichte darauf, den Klappentext oder Zitate zu übernehmen und formuliere lieber eine Inhaltsangabe selber, dann bin ich juristisch auf der sicheren Seite.

      Aber undifferenziert mit einer Klage zu drohen ist ein beliebtes Mittel, um anderen einen Schrecken einzujagen, da steckt so gut wie nie irgendwas hinter der Drohung. Gerade als Foren-Moderatorin wurde mir schon x-mal mit Klage gedroht, ohne dass was passiert wäre. Aber in fast allen Fällen würde der Kläger sich nur hochgradig lächerlich machen, wenn er mit einer derartigen Begründung beim Amtsgericht aufmarschieren würde, da würde man ihn fast immer wieder nach Hause schicken.

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    3. Danke für die Infos! Klar, dass die meisten Menschen erstmal Schiss haben, wenn ihnen mit einer Klage gedroht wird. Und den Aufwand, den Streit vor Gericht auszuhandeln, wollen sich wohl auch die meisten sparen.

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    4. Die Sache mit dem Aufwand gilt aber auch für den Kläger, in deutlich erhöhtem Mass. Schon allein deshalb ist die Drohung meistens nur heisse Luft.

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  8. Sehr interessanter Beitrag!

    Ich habe einmal eine Autorin in einer Leserunde auf LB erlebt, die total ausgezuckt ist. Dabei war ich nicht einmal selbst an der Leserunde beteiligt sondern es ist einfach aufgefallen, weil sie mehr oder weniger auf alle Leser losgegangen ist, die ihr Werk nicht in den höchsten Tönen gelobt haben. Fand ich dann aber schon richtig lustig und habe es gern zur Erheiterung verfolgt.

    Viele Autoren werden sehr ruhig, wenn ich ein Buch mit 3 Sternen bewerte, wahrscheinlich sind sie dann traurig, aber mich kann halt nicht alles umhauen und vor Begeisterung erstarren lassen. Ist so, Geschmäcker sind nunmal verschieden. Und du hast natürlich recht, es ist ihr "Baby" und es gehört viel Mut dazu, ein Buch raus in die harte Welt zu schicken. Allerdings muss auch jedem Autor bewusst sein, dass nicht jedem Leser alles gefallen kann.

    Aber die Sache mit den 3 Sternen ist sowieso irgendwie seltsam. Wenn ich 3 Sterne gebe, wird mir nicht nur von Autoren sondern auch von anderen Lesern unterstellt, dass mir das Buch nicht gefallen hat - sogar wenn ich in die Rezi reinschreibe, dass es mir gefallen hat!

    Dafür hat's sich eine Autorin mal so richtig gefreut, weil ich ihr Werk mit 4 Sternen bewertet habe, weil sie weiß, wie "streng" ich bin. :-D

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Oft kommt es ja auch auf die Maßstäbe der einzelnen Blogger an. Manche vergeben sehr schnell mal die volle Punktzahl und sind selten an der Untermarke. Das kann natürlich daran liegen, dass sie nur tolle Bücher lesen, vielleicht sind sie aber auch etwas netter oder begeisterungsfähiger. Ich gehöre auch eher zu den strengen. Bei 5 Sternen wurde für mich nichts falsch gemacht, 4 Sterne kommen an Perfektionen relativ nah dran. Bücher mit 3 Sternen haben dann noch einige Macken, sind aber insgesamt sehr gelungen.
      Das scheint den meisten aber dann nicht zu reichen ...

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    2. Ja, stimmt schon, dass jeder seinen eigenen Maßstab für die Bewertungen hat und das ist auch gut so. Denn wenn ich den Blogger kenne, weiß ich auch, wie ich die Bewertung zu verstehen habe und kann für mich entscheiden, wie ich es nun auffasse.

      Mir kommt aber oft vor, dass 3 Sterne anders geschrieben als gelesen werden. Wenn man selbst 3 Sterne gibt, dann meint man es gut, liest man 3 Sterne, dann unterstellt man, dass dem anderen das Buch nicht gefallen hat. Das habe ich sogar schon an mir selbst beobachtet.

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  9. Hier ist ja schon eine rege Diskussion entbrandet. Dennoch möchte auch ich noch meinen Senf dazu abgeben. Ich kann mich der generellen Meinung anschließen, dass wenn eine Rezension gut und sachlich begründet ist, der Autor wenig Grund haben sollte, den Blogger persönlich anzugreifen.
    Ich kann die Autoren allerdings auch verstehen und habe auch großen Respekt davor, wenn sie direkt mit Lesern Kontakt aufnehmen, Leserunden und Blogtouren starten und so direktes Feedback bekommen. Bislang hatte ich das "Glück", dass nur ein Autor einmal nachgefragt hat, ob ich meine Kritikpunkte ihm mit konkreten Stellen im Buch erläutern könnte. Er wirkte ungläubig und etwas beleidigt. Aus zeitlichen Gründen habe ich das leider nicht geschafft.

    Was hier ja auch schon angesprochen wurde, sind die viele Debütautoren und Selfpublishers. Manche sind vielleicht noch sehr jung oder haben sich nie mit Literatur sachlich auseinandergesetzt, sondern geschrieben wie sie fühlten. Was vollkommen gut und richtig ist, aber dann für eine Veröffentlichung vielleicht noch zu früh. Da ist dann Kritik (auch sachliche) natürlich schwer zu vermitteln. Aus diesem Grund vermeide ich es, solche Texte zu lesen, da ich generell ein sehr kritischer Mensch bin, was auch an meinem Beruf liegt.

    Liebe Grüße
    Melissa

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    1. Vielleicht nehmen Self-Publisher die Kritik auch etwas anders auf, weil sie den Weg durch einen Verlag und Lektor nicht gehen mussten, der ihnen schon einige Mängel/Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt hätte. Viele probieren die Buchveröffentlichung gar nicht mehr auf natürlichem Wege und veröffentlichen direkt selbst. Klar, dass da eine große Kritikinstanz fehlt. Dazu kommt natürlich, dass es sehr, sehr häufig doch die Freunde sind, die das Buch gelesen hatten, und entweder keine regelmäßgien Leser sind und dem Autor nur einen Gefallen tun wollten, oder nichts Böses sagen, um den Autor nicht zu verletzen. So veröffentlicht dann der Autor sein Buch selbst in dem Wissen, dass alle seine Freunde das Buch super fanden, und wird dann von eventuell von vielen Lesern erst einmal desillusioniert.

      LG Bücheraxt

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  10. Ohja, das kenne ich!
    Dies hatte ich erst neulich. Die Autorin und ich kommunizieren meist über FB und ich habe ihr dann meine Rezi gezeigt. Sie fühlte sich angegriffen durch die Rezi. Zwar habe ich ihr dann nochmal in Ruhe erklärt was ich meine, aber ob es richtig angekommen ist weiß ich nicht.

    Das ist aber kein Einzelfall. Ich sehe drei Sterne auch noch als gut an. Zumindest bei Büchern. Ich bewerte ja keinen Staubsauger oder so. Da würde ich schon nach dem Bessern gehen. Bei Büchern kommt aber es so viel auf den Leser an ob es ihm gefällt oder nicht. Da kann es passieren, dass einem ein 5 Sterne Buch gar nicht gefällt und einen ein 2 Sterne Buch umhaut.

    Ich denke aber auch, dass die Autoren sehr an ihrem Werk hängen und emotional irgendwie an sie gebunden sind. Da fällt es einem Neuling sicher nicht leicht, wenn eben nicht alles passt. Ich denke da sollte man aber die Diskussion mit dem Blogger / Rezensenten suchen ( falls dies möglich ist). Denn so lernt man ja.

    LG Chia

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    1. Hallo,

      mit Kritik muss ein Autor sowie jeder, der sich öffentlich in irgendeiner Weise präsentiert, irgendwie umgehen können. Gesetzt dem Fall, dass die Kritik sehr gut begründet und konstruktiv ist, gibt es da eigentlich nichts zu rütteln. Natürlich ist der Autor dann traurig, aber er sollte dann auch die Größe besitzen, daraus etwas zu lernen und nicht einfach alles an sich abperlen zu lassen und sagen, dass die schlechten Bewertungen alle unrecht haben.

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  11. Hallihallo,
    danke für diesen interessanten Beitrag. Ich finde es auch sehr anstrengend, wenn ein Autor die Kritik persönlich nimmt und nicht akzeptieren kann. Oft ist es mir noch nicht unter gekommen, aber doch zwei Mal. Und zwar bei der/dem gleichen Autor/in. Daher habe ich beschlossen, nichts mehr von ihm/ihr als RE zu lesen.

    Es handelte sich um Selfpublishing (was also deine These unterstützt) und beide Male habe ich das Buch wirklich gut mit jeweils 4 Sternen bewertet (ich muss gestehen, ich bewerte grundsätzlich eigentlich immer recht gut, ich gebe selten drei Sterne und weniger, weil ich meinen Geschmack oft treffend einschätzen kann und meistens auch die richtigen Bücher für mich lese). Meine Rezensionen sind dementsprechend zu den beiden Büchern sehr positiv ausgefallen, ich habe nur ein, zwei kleine Punkte angesprochen, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich anstrengend fand, weswegen ich nunmal keine 5 Sterne gebe.

    Jedes Mal bekam ich eine ellenlange Email zurück, warum ich mit meiner Kritik denn so falsch liegen würde, dass ich das ja missverstanden hätte und dass diese und jene Szene genau so, wie sie geschrieben wurde, perfekt sei (dazu muss man sagen, dass die meisten Rezensenten das Buch mit 5 Sternen bewertet hatten und ich da schon eine gewisse Ausnahme war). Ich fand diesen Sermon so anstrengend, denn insgesamt habe ich das Buch ja wirklich positiv bewertet und es ist ja auch in Ordnung, wenn man auf die kritisierten Stellen eingeht, aber diese/r Autor/in hat ihr Werk so heftig verteidigt, dass mir beim zweiten Mal wirklich die Lust vergangen ist, nochmal etwas von ihm/ihr zu lesen. Er/sie war zwar immer freundlich dabei, aber vehement und indirekt wurde mir eben unterstellt, ich hätte das alles nicht richtig verstanden und würde unberechtigte Kritik üben. Das finde ich unfair, besonders wenn man bedenkt, dass ich ansonsten ja sehr großzügig und positiv bewertet habe.

    Liebe Grüße, KQ

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    1. Hallo,
      also Autoren, die sich über 4-Sterne-Bewertungen aufregen, scheinen ja ein verdammt großes Ego zu haben. Natürlich liest jeder subjektiv, und vielleicht warst du auch alleine mit der Meinung, dass die ein oder andere Szene lang oder was auch immer war. Trotzdem muss man das doch annehmen und die Rezi nicht so auseinandernehmen, in dem Versuch, den anderen doch zu einer 5 Sterne Rezi zu überzeugen, oder um ihm zu zeigen, dass er keine Ahnung hat / im Unrecht ist.

      Natürlich kann ich mich, als jemand, der bspw. ein Buch mit 1 Stern bewertet habe, mit jemandem diskutieren, der 5 Sterne vergeben hat. Ich würde meine Argumentationspunkte anbringen und der andere auch. Wahrscheinlich würde ich auch seine Sichtweise einnehmen können, aber deswegen meine komplette Meinung ändern und das Buch auf einmal auch mit 5 Sternen bewerten? Ich glaube, nicht.

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  12. Hey,
    ich hatte bisher noch keinen Autor, der/die sich über 3 Sterne beschwert haben. Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz so streng bewerte, aber oftmals gefällt mir die ein oder andere Szene doch oder der Schreibstil, sodass bisher 2,5 die niedrigste Bewertung auf meinem Blog ist (ein bestimmtes Buch vor der Bloggerzeit hätte weniger bekommen). 3 Sterne vergebe ich, wenn mir das Buch gefallen, aber doch viel gestört hat - eben Mittelmaß. Ich würde aber kein Buch kaufen, dass überwiegend 3 Sterne bekommen hat, das ist mir dafür schon zu "schlecht".
    Autoren bezeichnen ihr Buch oftmals als "Baby", was sich wohl auch wirklich so anfühlt..., deshalb ist es bestimmt echt schwer negative Rezis zu bekommen, aber ich denke, auch wenn es hart ist, muss man das einfach akzeptieren.
    lg. Tine =)

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  13. Sehr interessant geschrieben.
    Ich hätte nie gedacht, dass es wirklich Autoren gibt, die sich so dermaßen über 3 Stern aufregen, dass sie eine Hetzjagd gegen den Blogger starten. Das ist echt krass.
    Ich würde mich freuen, wenn mein Buch später 3 Stern bekommt, wenn ich es veröffentliche. Aber das dauert noch ein Weilchen.
    Klar, natürlich werde ich bestimmt ein bisschen traurig über eine schlechtere Rezension sein, diese dann aber als kostruktive und brauchbare Kritik sehen, damit ich weiß, was ich besser machen kann. Aber direkt so eine Hasstirade starten? No way! Sowas geht gar nicht finde ich.

    Liebe Grüße

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  14. Ich finde es immer schwierig, bei Rezensionen eine bestimmte Anzahl von Sternen oder sonstwas zu vergeben, weil eben doch nicht alle x-Sterne-Bücher gleich sind. Deshalb verzichte ich auf meinem Blog auch darauf. Ich schreibe eine ausführliche "Bewertung", bei der ich versuche umfassend zu beschreiben, was an dem Buch gut oder nicht so toll war. Ich glaube, es gibt kaum ein Buch, dass nicht doch irgendwo eine kleine Schwachstelle hat. Das find ich auch vollkommen okay, es gäbe viel weniger Bücher, wenn sie alle perfekt sein müssten.

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    1. Hey,
      ich handhabe es genauso wie du, auf meinem Blog gibt es auch keine Bewertung. Wenn man dann aber doch mal auf amazon bewertet (häufig auf Wunsch des Autors), muss man das Buch ja doch einer Sternenanzahl zuordnen.

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    2. Stimmt. Und bei Lovelybooks vergibt man ja auch Sterne. Ich find das aber immer extrem schwierig. Die meisten Bücher haben bei mir dann vier Sterne, weil sie eben schon toll sind und ich sie auch empfehlen würde, aber ihnen immer noch ein Stück zum perfekten Buch fehlt.

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  15. Schöner Beitrag =)

    Ich denke 3 Sterne Rezensionen sind irgendwie auch wichtig. Denn wenn ich mir Bücher anschaue und sehe dass die nur 5 Sterne haben dann fangen sich meine Räder im Kopf zu drehen. Es kann kein Buch geben, welches alle Leute großartig finden....Es muss jemanden geben der etwas nicht mag.

    Daher kaufe ich keine Bücher mit nur positiven Bewertungen...da kann einfach was nicht stimmen

    LG Denise

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    1. Ja, ausschließlich 5 Sterne riechen ziemlich stark nach sehr freundlichen oder erkauten Rezensionen ...

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  16. Hallo,
    leider hatte ich so gar keine Zeit meine Erfahrungen zu berichten bis jetzt, obwohl ich es dir auf FB versprochen hatte. Darum hol ich dich das heute (zusätzlich mit dem Liken deines Blogs) gleich mal nach.
    Obwohl ich einige Autoren hatte, die deswegen Ärger gemacht haben, möchte ich ein Beispiel besonders hervorheben, denn das hat mich doch ziemlich geärgert.
    Ich war bei einer LR auf LB unterwegs und habe dort teilgenommen. Das Buch hatte thematisch etwas mit Engeln zu tun, dass muss man hier dazu sagen und war keine Unterhaltungsliteratur sondern wollte ein Sachbuch darstellen. Ich hab also alles gemacht, was in der Leserunde gefragt war (bei einem Buch mit irgendwas unter 100 Seiten und vielen Bildern, natürlich auch binnen kürzester Zeit). Dann schrieb ich meine Rezension. Sachlich, kritisch, ehrlich. Es wurde gelobt was es zu loben gab und kritisiert was es zu kritisieren gab. Keine Angriffe kein gar nichts, sowas habe ich auch nicht nötig.
    Dann kam vom Autor die erst PN. Die ging locker über 2 Seiten und hatte den Inhalt, warum ich ihm nicht die Stellen erklären habe lassen, die ich nicht verständlich fand, dass kein Mensch ein Buch mit 3 Sternerezis kaufen würde und das ich mich (da ich zugegebener Maßen nicht an Engel glaube und gerade deswegen ja in der Runde willkommen war) nicht richtig auf das Thema einlassen würde, sondern halt mit den vorgefertigten Meinung das von vornherein negativ sein würde.
    Naja ich war dann erstmal sauer, da ich mir den Schuh nicht anzuziehen hatte, zumal es nicht um biblische Engel ging und bekannt war, dass ich dem Thema skeptisch gegenüber stehe. Allerdings habe ich das Buch auf einer informativen Sachebene gelesen und eben nicht auf einer Glaubensebene. Für mich keine Problem. Dann habe ich ihm nochmal erklärt, was mich alles gestört hat. Noch viel genauer als in der Rezi. Am Ende hatte ich noch mehr als 2 Seiten zusammen.
    Naja dann kam auch schon die Antwort... das es ja alles nur an meiner mangelnden Einlassung liegen würde, dass ich ja unfähig sei und nun ihm alles in die Schuhe schieben wolle (na also wirklich... hab ich das Buch geschrieben oder der Autor?!), dass er mir die Sachen ja auch alles hätte erklären können, dann hätte man das Buch nicht so schlecht bewerten müssen etc. Sagen wir mal die Wortwahl war so gewählt, dass nicht direkt da stand, dass ich eine blöde Kuh bin, allerdings war das so formuliert, dass es halt hinter den Wörtern stand. Indirekte Beleidigungen sind schließlich auch welche.
    Ich hab das Thema dann für mich als beendet erklärt, da ich 2 Wochen später geheiratet habe und für so einen Unfug keine Zeit hatte. Ich wusste auch net, wie ich dem Autor noch begreiflich hätte machen können, dass LR als Feedback für ihn dienen sollen und nicht dazu da sind den Lesern das buch zu erklären, dass er am Ende 5 Sterne gibt. Wenn ich für ein Buch erst die Erklärungen das Autors brauche, dann ist es eben kein 5 Sterne Buch. Und wenn die Bilder eben 0815 Bilder sind, die ich zu tausenden bei Google finde und nichts wirklich besonderes, warum soll ich sie dann als so etwas hinstellen.

    Es gab noch diverse andere Autoren mit denen ich wegen Rezis Stress hatte, weil sie der Meinung waren, wenn sie mir das Buch umsonst geben dann geb ich ihnen 5 Sterne. Ich habe allen nur angeboten, dass ich das Buch zurückschicke, denn ich wäre nicht käuflich. Die Tatsache, dass sie mir das Buch geben führt lediglich dazu, dass sie sicher sein können, dass ich bald eine Rezi zu ihrem Buch schreibe und zu sonst gar nichts. Es hat bis jetzt aber noch keiner sein Buch wiederhaben wollen. Dafür waren sie sich dann doch zu stolz.

    So bevor ich noch ewig babble mal liebe Grüße
    Sabrina

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    1. Interessante Erfahrungen, die du da gemacht hast, aber auch sehr erschreckend.
      Dass dir das Sachbuch nicht gefallen hat, weil du nicht an Engel glaubst, ist ziemlicher Quatsch. Denn in der Buchhandlung werden auch nicht nur Leute, die an Engel glauben, das Buch in die Hand nehmen, sondern auch Skeptiker oder Leute mit ablehnender Haltung. Für sie sollte das Buch auch geeignet sein, der Text also so geschrieben, dass ihn theoretisch jeder nachvollziehen kann, egal wie sehr er mit der Materie vertraut ist.

      Dass Autoren erwartet, der Rezensent gibt 5 Sterne, nur weil er ein Rezensionsexemplar erhalten hat, ist vielleicht oftmals Realität, sollte aber eigentlich nicht so sein. Denn dann wäre der Blogger/Rezensenz käuflich.

      Mir ist eine ausführliche 3-Sterne-Bewertung, die alle Vor- und Nachteile beleuchtet, viel lieber als eine mit 5-Sternen, die nur sagt: "Super Buch, kauft es euch". Welcher Rezension schenkt man da eher Glauben?

      Danke für deinen ausführlichen Beitrag :)

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