Donnerstag, 15. Januar 2015

William Shakespeare: Twelfth Night or What You Will

Die Geschwister Viola und Sebastian sind bei einem Schiffsunglück getrennt worden. Viola ist fest davon überzeugt, dass ihr Bruder gestorben ist. Verkleidet als Mann geht sie an den Hof Orsinos und tritt in seine Dienste. Orsino bittet den neuen Diener Cesario darum, in seinem Namen um Olivia  zu werben. Diese verliebt sich jedoch augenblicklich in Cesario. Dabei hat Viola sich doch in Orsino verguckt! Als der tot geglaubte Sebastian auf den Plan tritt und Mit Viola/Cesario verwechselt wird, scheint das Chaos perfekt.

Ich habe schon etliche Komödien von William Shakespeare gelesen, doch ich muss sagen, dass mir Twelfth Night bisher am besten gefallen hat.



An Verwechslungskomödien hat Shakespeare so einige geschrieben, angefangen mit der Comedy of Errors. Bei dieser hatte ich damals das Gefühl, dass alles noch nicht so rund ist. Man merkt, dass diese Komödie eine der frühen war, während Tweflth Night später geschrieben wurde, was an der Qualität deutlich wird.

Die Verwechslung passiert dieses Mal nicht nur zwischen einem Zwillingspaar, sondern noch dazu zwischen Männlein und Weiblein. Die komischen Momente, die daraus erwachsen können, sind natürlich unendlich. Und Shakespare weiß es, diese voll auszunutzen.

Die Figuren sind einzigartig und haben alle ihren ganz eigenen Witz.
Orsino behauptet, in Olivia verliebt zu sein, doch vielmehr ist er verliebt in sich selbst bzw. in sein Liebesleiden. Ganz nach Petrarcha müssen Liebende leiden, bevor sie erfolgreich sind, und das nutzt Orsino. Er selber bemüht sich gar nicht, Olivia für sich zu gewinnen, sondern lässt Cesario alles an seiner statt machen.
Olivia trauert um ihren verstorbenen Bruder, sodass Orsinos Avancen völlig an ihr abprallen. Ob sie ihre Trauer ernst oder als Ausrede nimmt, ist nicht so ganz klar. Jedenfalls ist es, wie bei Shakespeare so oft, mal wieder der Narr, welcher ihr ihre Fehler aufzeigt. Er macht sich lustig über ihre Trauer und zeigt damit, wie lächerlich sie sich eigentlich macht.

Twelfth Night macht einfach unglaublich viel Spaß, zu lesen. Die Charaktere sind auf ihre ganz eigene Weise sympathisch, und es wird zu keiner Zeit langweilig, weil die Figurenkonstellation einfach zu komisch ist!


Kommentare:

  1. Ich finde den titel 'Zwölfte nacht' putzig :-) Ich komme mit Shakespeare nicht klar, weil es mir zuviele Verwechslungen sind und viele, viele Anspielungen. Aber Hamlet war toll. Und... der Film :P

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  2. Übersetzt wird dieses Stück meistens mit "Wie ihr wollt".
    Tja Verwechslungen mag Shakespeare ja echt gerne aber hier finde ich es nicht zu verwirrend.
    Welche Hamletverfilmung meinst du genau? Gibt ja mehrere ;-p

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  3. Hey,
    das Stück fand ich auch sehr lustig. Ich hab es gelesen nachdem ich "She's the Man" gesehen hatte. Das ist sozusagen eine Moderne Version davon. Super lustig :)
    Lg Kerstin

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    1. She's the Man ist echt ein lustiger Film, und stimmt - Parallelen gibt es da auf jeden Fall :D

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