Mittwoch, 29. Oktober 2014

William Shakespeare: As you like it

All the world's a stage,
And all the men and women merely players:
They have their exits and their entrances;
And one man in his time plays many parts,
His acts being seven ages. At first the infant,
Mewling and puking in the nurse's arms.
And then the whining school-boy, with his satchel,
And shining morning face, creeping like snail
Unwillingly to school. And then the lover,
Sighing like furnace, with a woeful ballad
Made to his mistress eyebrow. Then a soldier,
Full of strange oaths, and bearded like the pard,
Jealous in honour, sudden and quick in quarrel,
Seeking the bubble reputation
Even in the cannon's mouth. And then the justice
In fair round belly with good capon lined,
With eyes severe, and beard of formal cut,
Full of wise saws and modern instances;
And so he plays his part. The sixth age shifts
Into the lean and slipper'd pantaloon,
With spectacles on nose and pouch on side,
His youthful hose well saved, a world too wide
For his shrunk; and his big manly voice,
Turning again toward childish treble, pipes
And whistles in sound. Last scene of all,
That ends this strange eventful history,
Is second childishness and mere oblivion,
Sans teeth, sans eyes, sans taste, sans everything. (II,7)




Wer kennt sie nicht, diese bekannten Worte aus Jaques Mund? Sie sind charakteristisch für das elisabethanische Weltbild, welches von einer Vorherbestimmtheit des Menschen ausgeht. Hier wird der Lebensplan eines jeden Mannes dargestellt - und das Leben ist nicht viel mehr als ein Theaterstück, die Welt eine Bühne und alle Menschen Schauspieler.

As you Like it gehört zu den zahlreichen Komödien Shakespeares und erzählt die Geschichte von zahlreichen Figuren.
Duke Frederick wird von seinem Bruder Duke Senior vom Thron gestoßen und flüchtet sich mit seinem Gefolge in den Wald. Seine Tochter Rosalind wird einige Zeit weiterhin am Hof geduldet, weil sie so gut mit ihrer Cousine, Seniors Tochter, Celia befreundet ist. Doch als auch sie verbannt wird, flüchtet Celia mit ihr. Die beiden verkleiden sich als Schäfer, Rosalind als Mann, und schlagen sich gemeinsam durch den Wald.
Oliver und Orlando sind zwei Brüder, welche schon seit Längerem verfeindet sind. Als Orlando von den Plänen hört, dass sein Bruder ihn umbringen will, flüchtet auch er. Dort trifft er auf den Schäfer Ganymede (die verkleidete Rosalind), welche ihm beibringen möchte, wie er erfolgreich seine geliebte Rosalind erobern kann.


And so from hour to hour we ripe and ripe,
And then from hour to hour we rot and rot. (II,7)


Wie so oft bei Shakespeare handelt es sich auch hier um eine Verwechslungskomödie, welche nicht vor geschlechterübergreifenden Verwechslungen halt macht. Jeder verliebt sich in Jeden, und am Ende weiß man gar nicht, wie dieses Durcheinander wieder in Ordnung gebracht werden kann. Und doch klappt es durch einen kleinen Trick von Rosalind, der sein Finale in einer Massenhochzeit findet.

Auch wenn die Ausgangssituation und die Figurenkonstellation viel Anlass zur Komik bieten, fand ich diese nicht so stark wie manch andere. Natürlich ist es witzig, wenn Touchstone andere durch seine Wortgewandtheit austrickst oder sich Rosalind als Ganymede ausgibt, welcher so tut, als sei er Rosalind, sodass Orlando an ihr üben kann.
Irgendetwas hat mir beim Lesen gefehlt, sodass sich der Text nicht in die Reihe von A Midsummer Night's Dream oder The Taming of a Shrew einreihen kann. Nicht schlecht, aber auch nicht Shakespeares beste Komödie.



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