Mittwoch, 17. September 2014

[Film] Fight Club (1999)



Im Keller einer Bar treffen sich wöchentlich erwachsene Männer, um gegeneinander zu kämpfen. Dabei geht es nicht darum, zu gewinnen, sondern Dampf abzulassen und zu beweisen, dass man jemand ist. Anführer dieses ersten Fight Clubs ist Tyler Durden, Seifenhersteller und Anarchist. Er ist der Freund des zunächst namenlosen Protagonisten, und gemeinsam erschaffen sie eine Untergrundorganisation, die bald ausartet. Kann der Erzähler Tyler noch stoppen?



Fight Club von Chuck Palahniuk ist Vorlage für den Film und eine Wucht. Aber wie sieht es mit dem Film aus?
Dito.

Regisseur David Fincher vermag es, den ganz besonderen Erzählstil und die Stimmung des Romans einzufangen und auf das Medium Film zurecht zu schneidern. Dabei probiert er durchaus ein paar Dinge aus. Zum Beispiel wird Tyler Durden (Brad Pitt) vor seinem ersten Auftritt bereits antizipiert, indem er mehrmals für den Bruchteil einer Sekunde in Szenen geschnitten wird. Der Erzähler ist im Film sehr präsent und erzählt aus dem Off. Dabei finden sich viele Zitate aus dem Buch wieder.

Ich finde, die Protagonisten wurden perfekt gewählt. Der Erzähler (Edward Norton) ist der Durchschnittsbürger, Tyler das komplette Gegenteil. Zusammen ergänzen die beiden sich perfekt. Auch Helena Bonham Carter als die sehr verwirrte Marla Singer ist super!

Ein paar Änderungen gegenüber der Buchvorlage hat es natürlich gegeben. Ein paar Szenen wurden aus einem alten Zusammenhang genommen und neu kontextualisiert. Das hat aber immer schön gepasst, also alles gut. Das Ende wurde recht deutlich abgeändert. Ich persönlich mag beide Enden, das im Buch gefällt mir ein Stück besser, aber das Filmende ist auch nicht schlecht. Beides passt ganz gut.
Ich habe schon von Leuten gehört, dass sie sich darüber aufregen, wie der Erzähler im Buch und wie im Film heißt. Natürlich ist es je nachdem eine Bedeutungsverschiebung, vor allem in psychologischer Hinsicht, aber man muss ja keine Haare spalten.

Was soll ich großartig sagen? Der Film ist definitiv in der Top 5 meiner Lieblingsfilme. Das Buch habe ich kürzlich gelesen, und auch dieses ist bei mir ganz vorne mit dabei.
Es gibt Literaturverfilmungen, die will man in die Tonne kloppen und/oder ganz schnell vergessen. Dann gibt es wiederum Fight Club, einen durch und durch gelungenen Film.

1 Kommentar:

  1. Fand das Ende des Buchs auch nochmal ein Stückchen cooler. Aber da greifen im Film dann doch noch so was Ähnliches wie Holywood-Konentionen, so dass das Filmende positiver rüberkommt als im Buch. Aber letzlich sollte man wirklich einfach beides gesehen und gelesen haben. Am besten mehrmals ;-)

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