Montag, 3. März 2014

Sonja Planitz: Tödliche Legenden 1



Spannende Fantasy – Nicht nur für junge Leser! Dascha und Emily sind ganz normale Teenager, in einer ganz normalen Welt. Bis sie eines Abends von einem geflügelten Wesen mit einer auffälligen Stimme angegriffen werden. Als sie herausfinden zu wem diese Stimme gehört, nehmen die Dinge unaufhaltsam ihren Lauf und die Mädchen werden in einen Strudel aus Legenden, Magie und Fabelwesen gezogen …



Dascha und Emily gehen auf ein Internat in Südafrika. Dort verläuft alles ganz normal, bis Jungen und Männer verschwinden, sie am Strand Federn finden und immer wieder eine schöne Stimme hören, die männliche Wesen in ihren Bann zu ziehen scheint. Die beiden forschen weiter und kommen bald einem Geheimnis auf die Spur, welches gar nicht entdeckt werden will.

Bei Tödliche Legenden handelt es sich um einen Kurzroman, das heißt, es kommt ziemlich schnell zur Sache ohne lange Erklärung oder Einführung. Dennoch findet man gut in das Thema hinein und fiebert mit den Protagonisten mit. Gleichzeitig liegt in seiner Machart eine Schwäche. Manche Stellen sind mir zu kurz geraten, z.B. die Wesen der Protagonisten. Mir sind sie während des gesamten Romans nicht wirklich ans Herz gewachsen und ein bisschen blass gewesen. Dazu sind sie relativ stereotyp gehalten und werden auf ein paar Charaktereigenschaften reduziert, für einen Jugendroman finde ich das aber völlig okay.
Gut finde ich die Erklärung von Meerwesen in der Mythologie; da habe ich einige neue Dinge erfahren (z.B. die unterschiedlichen Arten).

Einen Logikfehler muss ich hier leider nennen, weil er mich ziemlich gestört hat: Da ist ein Mädchen in einem Krankenhaus, in der psychiatrischen Abteilung, und wird schwer verletzt (in der Anwesenheit eines Arztes). Daraufhin geht sie nach Hause, bis ihr dort auffällt, dass sie sich vielleicht verarzten lassen sollte. Ich bezweifle sehr stark, dass es in der Realität passieren könnte, dass ein schwerverletzter Mensch durch ein Krankenhaus tigert, ohne von einem Arzt angesprochen zu werden, so doof unser Gesundheitssystem für viele auch sein mag.

Das Ende fand ich ein bisschen sehr abrupt. Es gibt eine große Enthüllung, die am Ende überhaupt nicht mehr thematisiert wird. Ich denke, das wird im Folgeband behandelt werden, aber wenn mein Freund sich auf einmal in ein fantastisches Wesen verwandelt, würde ich schon mal nachfragen, was da jetzt abgeht, glaube ich.

Aber da es sich hier um einen Jugendkurzroman handelt, in dem überhaupt nicht alle Fragen geklärt werden müssen, möchte ich auch gar nicht so viel herum meckern :)
Definitiv eine Empfehlung für junge Leserinnen, für Jungen nicht so sehr, glaube ich.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen