Donnerstag, 6. März 2014

Sarah Reitz: Echtzeit



Wie viel Zeit braucht die große Liebe? Es ist ein Naturgesetz. Nina liebt Tom. Tom liebt Nina. Das Leben trennt sie - nicht nur einmal. Doch das Schicksal führt sie unermüdlich wieder zusammen, bis sie die Wahrheit erkennen. Und sie bereit sind, sich aufrichtig zu lieben.



Kurz vor Ninas 11. Geburtstag trifft sie auf Tom, welcher sie aus Versehen mit seinem Gitarrenkoffer erwischt und eine unschöne Narbe in ihrem Gesicht hinterlässt. Doch bei dieser flüchtigen Begegnung soll es nicht bleiben. Immer mal wieder treffen sie aufeinander, andererseits finden sie sich anziehen, andererseits machen sie sich immer selber einen Strich gegen die Richtung. Werden sie es am Ende schaffen, glücklich zusammen zu sein?

Ganz zu Anfang: Ich war nicht allzu sehr begeistert von dem Roman. Er besteht hauptsächlich aus einem ewigen Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten, was nach einiger Zeit nur noch nervig und langweilig ist.
Mit den Protagonisten lässt sich nicht besonders viel anfangen: Von Tom erfährt man beispielsweise nie sein Alter, und Nina wird mit der Zeit immer unsympathischer. Beide widersprechen sich immer wieder selbst und hätten nur mal ein klärendes Gespräch gebraucht, um ihre Probleme zu klären.

Zu Beginn ist der Roman äußerst kitschig: Nina und Tom trällern zusammen ein Lied und verlieben sich dabei direkt ineinander. Natürlich kann ich die Situation nachvollziehen, sie war aber ein bisschen over the top beschrieben. Die Sexszenen auf der anderen Seite fand ich dann schon eher wieder derb beschrieben, was nicht ganz so gut zu dem Kitsch am Anfang gepasst hat.

Der Roman ist immer nach demselben Schema verfahren: Sie begegnen sich, merken, was sie so toll an dem anderen fanden, schlafen miteinander, und einer bricht danach Hals über Kopf wieder auf. Wiederholung ein paar Jahre später.
Vor allem dieses Schema hat mich sehr genervt, da auf diese Weise keinerlei Überraschung mehr gegeben war. Man wusste immer, was als nächstes passieren würde, und irgendwann kann man dann auch nicht mehr mitfiebern.

Trotz allem ist der Roman locker und angenehm zu lesen. Ich möchte ihn nicht völlig zerreißen, in diesem Genre gibt es aber einiges, was eher zu empfehlen wäre.

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