Sonntag, 9. März 2014

[FILM] Verblendung (2011)


Journalist Mikael Blomkvist wird an den einsamen Ort Hedestad bestellt, um eine Familienchronik zu schreiben. Das ist jedenfalls die offizielle Mitteilung. In Wahrheit soll er einer Familientragödie nachgehen, welche sich 40 Jahre zuvor ereignet hat. Eher lustlos und zweifelnd begibt er sich an die Arbeit, doch als er erste Ergebnisse erzielt, weiß er, dass die Familie Vanger so einige Leichen im Keller hat und dass er Hilfe benötigt. Lisbeth Salander, eine sozial verkümmerte Hackerin, hilft ihm bei den Ermittlungen, welche sich als immer gefährlicher erweisen. Wer möchte nicht, dass das fast vergessene Geheimnis ans Licht kommt?



Die amerikanische Verfilmung von 2011 hält sich weitestgehend an die Handlung des ersten Teils der Millennium-Trilogie. Natürlich wurden einige Ereignisse verdichtet und anders zusammen gefügt, um Zeit zu sparen, denn im Gegensatz zum Buch gibt es die bei einem Film nicht. Die Neuverknüpfung und das somit schnellere Tempo tun dem Film nur gut, denn unendliche Recherche, wie es im Buch der Fall ist, hätte dem Film eher geschadet. So wird er interessant und gleichzeitig rasant, so wie man es sich von einem Krimi/Thriller wünscht.

Ganz besonders loben kann ich die Darstellung der Lisbeth Salander durch Rooney Mara. Sie wirkt für mich im Film noch viel unnahbarer als im Buch. Ich fand ihre Rolle total glaubwürdig und überzeugend gespielt. Daumen hoch!

Einziges Manko in meinen Augen ist das Ende. Dort wird ein bisschen zu schnell erzählt. Zieht sich das Ende im Buch schon ziemlich, so geht hier alles viel zügiger, allerdings bleiben somit auch ein paar Erklärungen auf der Strecke. Einige Passagen aus dem Buch fehlen gänzlich (Mikaels Arbeit an dem neuen Enthüllungsartikel), und andere passieren ohne weitere Erläuterung (Lisbeths Aktion). Ein paar Minuten mehr zum Ende raus hätten also nicht geschadet.

Insgesamt gesehen finde ich diese Verfilmung mehr als gelungen. Demnächst werde ich mir die schwedische Verfilmung ansehen, um einen Vergleich anstellen zu können.

Leider wird es auf Seiten der USA wohl keine Fortsetzung geben, weil Daniel Craigs (Mikael Blomkvist) Gageforderungen wohl zu hoch sind. Schade.

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