Sonntag, 15. September 2013

Karin Kaiser: Vampirherz




Bereits in ihrer frühesten Kindheit verschwand Danas Vater spurlos. Bei einem erfolglosen Versuch, ihn zu finden, geriet sie in tödliche Gefahr. So vergingen Jahre voller Ungewissheit, in denen Dana bei ihrer Mutter heranwuchs. 

An ihrem achtzehnten Geburtstag wendet sich jedoch das Schicksal. Dana erfährt von ihrer totkranken Mutter, dass sie eine Halbvampirin ist – und dass ihr Vater von den bösen Strigoi und ihrer grausamen Fürstin Erzebet an einem Ort gefangen gehalten wird, der als „Schattenwelt“ bezeichnet wird.
Nur Dana hat die Macht, ihn zu befreien – und mit dem heilenden Blut des Vaters gleichzeitig auch das Leben ihrer Mutter zu retten. Trotz aller Gefahren macht sie sich auf den Weg in die Schattenwelt. Zur Seite steht ihr dabei der unwiderstehlich attraktive Teilzeit-Taxifahrer, Rockgitarrist und Portalwächter Francis, dessen melancholische meerblaue Augen ein Geheimnis zu bergen scheinen…




 Dieser Roman hätte gut und gerne noch ein paar Seiten mehr vertragen können. Was hier präsentiert wird, ist keine Vampirgeschichte, welche mit tollen Innovationen aufwartet, aber sie lässt sich definitiv gut und flüssig lesen.
Leider war mir die Story zu linear. Während sich anfangs noch um sehr ausschweifende Beschreibungen bemüht wurde, haben mir Informationen über die Welt, in der Francis und Dana leben, gefehlt. Dana nimmt es als sehr natürlich, dass sie von einem Strigoi angegriffen wird oder dass sie selber ein Halbvampir ist. Auch ihre Freundin Vivi nimmt diese Neuigkeiten als relativ gelassen hin. Heißt das, dass Vampire kein großes Geheimnis in Danas Welt sind? Oder sind die beiden Damen einfach furchtbar abgeklärt?
Auch das Wesen der Vampire fand ich etwas notdürftig beschrieben. Zwischendurch werden immer mal wieder Informationen eingestreut, dass Vampire zwar das Sonnenlicht aushalten können, dann aber altern, oder dass sie den Vampirismus wieder rückgängig machen können. Aber wenn ich die Charakteristiken eines Vampirs in "Vampirherz" aufschreiben müsste, würde mir wohl etwas fehlen.
Leider ist die Schattenwelt ebenfalls etwas blass geblieben. Sie wurde als nahe der Unseren beschrieben, aber ein paar Unterschiede MUSS es doch geben. Da hat mir auch einiges gefehlt.
Ich fand auch, dass es etwas viele Fabelwesen gab, die teilweise nur eine marginale Rolle eingenommen haben und auf die man deswegen hätte verzichten können (z.B. Satyr und Elf).

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings der Handlungsverlauf: Der Anfangsplan, den Dana am Anfang schmiedet, wird quasi komplett eingehalten, bis auf das ein oder andere kleine Hindernis, was aber auch nicht allzu schwierig zu überwinden war. Deswegen war alles leider, leider sehr vorhersehbar. Das Ende fand ich schließlich viel zu sehr Happy End und Friede-Freude-Eierkuchen. Wie gesagt, es gab in dem Roman kaum Konflikte, die zusätzlich neben der Hauptquest gelöst hätten werden können. Das hat die Geschichte sehr linear gemacht.

Doch trotz der vielen Kritikpunkte, hat mir das Lesen definitiv Spaß gemacht. Für Vampirfans ist dieser Roman auf jeden Fall etwas, mit dem man sich einen Nachmittag versüßen kann.

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