Freitag, 27. September 2013

Celeste Ealain: Enujaptas Fluch



Ein Raumschiff auf einer Mission, doch der Zielplanet Earth3 wird aufgrund von Sabotage verfehlt. Stattdessen muss das Schiff auf einem unbekannten Planeten notlanden und erleidet dabei verheerende Schäden.Die erdähnliche Atmosphäre scheint ein Überleben zu ermöglichen und schürt die Hoffnung der Besatzung, das Schiff reparieren zu können. Doch rasch müssen die überlebenden Besatzungsmitglieder der Nokimis erkennen, dass sie nicht allein sind …Fabienne, getrieben von Neugier und Wissensdurst, wagt sich in verbotene Nähe zu den Bewohnern des Planeten. Lieutenant Colonel Trevor Charnsten, gefällt dies überhaupt nicht, denn er hat ein ganz spezielles Interesse an ihr. Doch was keiner der Crew ahnt, sie haben den Zorn einer viel größeren Urgewalt geweckt ...

Avatar meets Pocahontas - aber auf interessante Weise!



Nach der Notlandung des Raumschiffs Nokimis auf dem Planeten P71 merken die Besatzungsmitglieder schnell, dass der Planet ihnen nicht wohl gesinnt ist. Die Luft können sie auf Dauer nicht atmen und Wasser und Nahrung können vom Körper nicht aufgenommen werden. Zudem lastet bald Enujaptas Fluch auf ihnen; den auf dem Planeten sind alle Lebewesen durch die Gottheit Enujapta miteinander verbunden. Und auf Fremde ist diese Gottheit überhaupt nicht gut zu sprechen.
Fabienne ist neugierig auf die Flora und Fauna des Planeten und trifft bald auf die Einheimischen. Besonders der Königssohn Nj-eyo scheint sich sehr für sie interessieren. Doch gleichzeitig droht sie, das Gleichgewicht des Volks aus dem Gleichgewicht zu bringen, da sie Teil einer uralten Prophezeiung zu sein scheint.

Der Roman beginnt rasant mit der Notlandung des Schiffes. Mit Verursacher daran ist Charnsten, ein Militär, welcher die absolute Macht für sich beanspruchen will und vor Gewalt und Manipulation nicht zurückschreckt. So werden die Sympathien schon zu Beginn des Romans abgesteckt. Dabei ist Charnsten leider sehr stereotyp als der tyrannische Militär, sodass seine Handlungen absehbar sind. Trotzdem macht es Spaß, ihn zu hassen. Fabienne ist am Anfang eher blass; sie hat keine bestimmten Charakterzüge oder Macken, die sie besonders markant machen. Doch mit der Zeit, lernt man sie immer besser kennen.
Das einheimische Volk ist sehr interessant. Es wurden sich viele Gedanken um das Äußere sowie ihren Charakter und ihre Bräuche kennen lernt. Hauptsächlich durch die Augen Fabiennes kann man diesen Stamm gemeinsam mit ihr kennenlernen, was große Unterhaltung bereitet.

Als sehr positiv empfand ich, dass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Und damit meine ich wirklich, gar nicht. Auch wenn nicht Actionszene auf Actionszene folgte, gab es doch immer Neues zu entdecken, sodass sich der Roman sehr flüssig lesen lässt und die Seiten nur so dahin fliegen.

Stilistisch gesehen, gibt es einige Mängel. Es wird aus verschiedenen Perspektiven berichtet, doch sind diese nicht aber klar voneinader abgegrenzt und werden hin und wieder miteinander gemischt. Außerdem enthält der Text leider noch einige Rechtschreibfehler, was den Lesefluss leicht stoppt. Zudem gibt es ein paar Formulierungen, die nicht ganz elegant klingen, doch bei einem Erstlingswerk kann man das gerne verzeihen.

Ich war sehr gerne Teil der Welt Enujaptas und möchte das Buch jedem empfehlen, der Fan des Science Fiction ist.
Auch wenn vor allem der Anfang an Pocahontas oder Avatar erinnern kann, verschwinden diese Ähnlichkeiten sehr schnell. Genießt es!
 

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