Donnerstag, 29. August 2013

Andreas Hagemann: Xerubian. Aath Lan'Tis





"Gott würfelt nicht", heißt es immer wieder.
Als leidenschaftlicher Billard-Spieler braucht er das auch gar nicht ... Die Begeisterung für dieses Spiel ist es aber, die ihn hin und wieder jegliche Vorsicht vergessen lässt. So löst er bei einem völlig misslungenen Stoß eine ungewollte Weltenmischung aus, durch welche die Bewohner des ansonsten recht unscheinbaren Planeten Xerubian den Teil einer fremden Welt sowie einen magischen Stein erhalten. Als dieser von einer geheimnisvollen schwarzen Gestalt gestohlen wird, beginnt für Inspektor Dalon von der Königlichen Polizei und seine Begleiter eine irrwitzige Jagd quer über ihren eigenwilligen Planeten.
Was jedoch keiner von ihnen ahnt: Dieses Wesen führt sie direkt zu einem der sagenumwobensten Orte auf Xerubian.

 Wer glaubt, Gott hätte nichts zu tun, außer das Weltgeschehen zu lenken, der irrt sich. Denn Gott ist ein begnadeter Billiardspieler, doch leider nicht das beste, sodass ein falscher Zug leider eine Vermischung von Welten verursacht...
Dalon, Beamter der Königlichen Polizei, wird zu einem Tatort gerufen, an dem ein Stein entwendet wurde, welcher Grundlage einer großen Glaubensgemeinschaft bildet. Denn dieser Stein gehörte einer nun verschollenen Zivilisation. Mit seinem Drachen Nerol macht sich Dalon auf die Suche nach dem Stein und begegnet dabei allerhand Wesen. Unter ihnen findet er neue Freunde, die ihn tatkräftig unterstützen.

Dieses Buch überzeugt allen voran mit seinem wirklich köstlichen Humor. Von Drachen mit hessischem Dialekt über Namensgebungen ist wirklich viel vertreten, was mich einige Male zum lauten Lachen gebracht hat.
Doch so gut dieser Humor ist, wird er häufig auch ein bisschen übertrieben, indem er die eigentliche Handlung überschattet. Der Roman hat einige Längen, über die der Humor dann auch nicht mehr wirklich hinweg helfen kann.
Aus diesem Grunde hat mir aber auch das Ende sehr gut gefallen, welches etwas ernster und vor allem actionreicher war. Außerdem macht es neugierig auf einen zweiten Teil.

Neben der etwas schleppenden Handlung sind auch einige Charaktere etwas blass geblieben, was ich sehr schade fand. So kann man sich nur von wenigen ein wirkliches Bild machen, weil sie zu wenig beschrieben sind - das gilt für das Äußere wie für den Charakter.

Die Welt Xerubians ist eine sehr interessante, welche sehr viel Potenzial enthält und für Fans von Terry Pratchett oder Douglas Adams durchaus zu empfehlen ist!

Dienstag, 20. August 2013

Dan Brown: Inferno






Harvard professor of symbology, Robert Langdon awakens in a hospital in the middle of the night. Disoriented and suffering from a gead wound, he recalls nothing of the last thirty-six hpurs, including how he got there...or the origin of the macabre object taht his doctors discover hidden in his belongings.
Langdon's world soon erupts into chaos, and he finds himself on the run in Florence with a stoic young woman, Sienna Brooks, whose clever maeuvering saves his life. Langdon quickly realizes that he is in possession of a series of disturbing codes created by a brilliant scientist - a genius whose obsession with the end of the world is matched only by his passion for one of the most influential masterpieces ever written - Dante Alighieri's dark epic poem The Inferno.
Racing through such timeless locations as the Palazzo Vecchio, the Boboli Gardens, and the Duomo, Langdon and Brooks discvoer a network of hidden passageways and ancient secrets, as well as a terrifying new scientific paradigm that will be used either to vastly imnprove the quality of life on earth...or to devastate it.
In his most compelling and thought-provoking novel to date, Dan Brown has raised the bar yet again. Inferno is a sumtuously entertaining read - a novel that will captivate readers with the beauty of classical Italian art, history, and literature...while also provocative questions about the role of cutting-edge science in our future.

Dem Klappentext ist nichts mehr hinzuzufügen... war ja auch lange genug!

Der Roman beginnt etwas Brown-untypisch, nämlich mit einem Langdon, der von Nichts eine Ahnung hat. Durch seinen Gedächtsnisverlust und immer wiederkehrende Visionen muss er erst einmal die letzten Tage rekonstruieren und sich gleichzeitig auf die Wege Dante Alighieris begeben.
Ich liebe Dantes Divina Commedia, deswegen habe ich mich über die Thematik dieses Langdon-Romans sehr gefreut, zumal ich nach dem Verlorenen Symbol, welches mich sehr gelangweilt und enttäusch hat, keinen von den neuen Langdon-Romanen lesen wollte. Die Anspielungen auf die Göttliche Komödie fand ich deswegen sehr schön und waren für mich interessanter als Freimaurerverschwörungen beispielsweise.

In this place, on this date,
the world was changed forever.

Klingt dieser Satz beim ersten Mal noch verdammt episch, so beeindruckt er beim 6. Mal lesen keinen mehr. Für den Roman wurden üblicherweise verschiedene Erzählperspektiven gewählt. Das hat mich bisher nie sonderlich gestört, doch in diesem Roman kam es zu so häufigen Wiederholungen, dass ich mir hin und wieder überlegt habe, einfach ein paar Seiten zu überspringen.
Eine Sache, die Brown meiner Meinung nach zuvor immer gelungen ist, ist die, dass man vielen Dingen auf dem ersten Blick nicht trauen darf, denn nichts ist so, wie es anfangs scheint. Doch dieses Mal hat er viel zu hoch hinausgegriffen. Teilweise war die Handlung so hanebüchen, dass ich darüber nur noch den Kopf schütteln konnte.
Ich finde, bei Thrillern/Krimis sollte immer die gesunde Mitte gefunden werden zwischen "Ich weiß nach den ersten 2 Kapiteln, wie der Roman ausgehen wird" und "Darauf kann kein Mensch jemals kommen". Bei Inferno war Letzteres der Fall. Manche Twists fand ich sehr unglaubwürdig und unübertrieben. Zu Loben ist dabei jedoch, dass der Leser die erste Hälfte des Buches sehr elegant an der Nase herumgeführt wird. Aber wie gesagt, die Auflösung hatte zwar keine Logikfehler, aber sehr an den Haaren herbeigezogen.

Zusätzlich hat sich die Handlung (mal wieder) sehr gezogen. Ich denke, ein paar Stationen und Rätsel weniger hätten es auch getan. Die Suche nach Hinweisen etc. wurde irgendwann sehr redundant und deshalb langweilig. 

Insgesamt kann ich sagen, dass man von Inferno zwar unterhalten wird, allerdings kann ich von Brown viel lieber Illuminati und Sakrileg empfehlen, weil die Handlung (für mich) nacvhvollziehbarer, dichter und spannender ist.
Brown hat mit Inferno viel ausprobiert, aber für mcih ist er viel zu weit über sein Ziel hinausgeschossen.

Freitag, 9. August 2013

Tess Gerritsen: Totengrund


Eigentlich wollte Dr. Maura Isles in dem Dorf namens Kingdom Come im Schneechaos Zuflucht finden. Doch es sieht aus, als hätten die Bewohner der Siedlung nur Minuten vor ihrem EIntreffen fluchtartig die Häuser verlassen: Fenster und Türen stehen offen, die Tische sind gedeckt - doch das Essen auf den Tellern ist festgefroren, kein Mensch weit und breit....
Mauras Spur verliert sich. Bis eine Unfallmeldung ihre Freundin Jane Rizzoli in Boston erreicht: Ein Wagen mit vier Insassen ist in eine Schlucht gestürzt und ausgebrannt. Unter den Toten ist eine Frau in Mauras Alter, und im Fond liegt ihr Gepäck...

 Maura lässt sich auf einem Ärztekongress dazu überreden, mit ihrem alten Studienfreund Doug, seiner Tochter und zwei Freunden eine Skitour zu machen. Ihr Auto bleibt im tiefen Schnee stecken, und sie müssen zu Fuß weiter. Sie erreichen Kingdom Come, ein verlassenes Dorf, welches einige Fragen aufwirft: Wo sind die Bewohner? Warum haben sie die Häuser Hals über Kopf verlassen? Warum liegt da Blut? Und wieso liegt hier eigentlich Stroh rum? Oh, falscher Film.
Das Dorf gehört zu einer Sekte unter dem Propheten Jeremiah. Seine Folger sehen ihn als Erlöser und praktizieren Polygamie und Pädophilie, denn Jeremiah sagt immer die Wahrheit. Doch die eingeschworene Gemeinschaft duldet keine Eindringlinge...

Das Buch geht sehr stark los mit dem Propheten Jeremiah, der sich ein 14-jähriges Mädchen aussucht, um sie zu ihrer nächsten Frau zu machen. Doch dann gibt es erstmal einen Sprung zu Maura, welche auf dem Ärztekongress einen alten Freund wiedertrifft. Doug ist ein sympathischer Kerl, doch leider verschwindet er nach den ersten 150 Seiten, und irgendwie scheint es auch niemanden so wirklich zu kümmern, was mit ihm passiert ist. Okay, anscheinend ist er einer der Leichen in dem Autowrack, doch nachdem man festgestellt hat, dass eine der Leichen falsch identifiziert wurde, hätte man auch bei den anderen nachforschen oder sein tragisches Ende näher beleuchten können. Der Großteil der Figuren der ersten Hälfte des Buches verschwinden einfach, und niemand interessiert sich für sie. Da hätte man sich den Teil auch schon fast weglassen können...

Was mich zu dem nächsten Punkt führt. Die Figuren waren mir nicht direkt unsympathisch, doch ich konnte für keine von ihnen ein größeres Interesse aufbringen, sodass mich ihr Schicksal nicht besonders berührt hat.
Die Perspektivenwechsel sollten Spannung erzeugen, glaube ich, doch wurden diese teilweise an so offensichtlichen Stellen gesetzt, dass die angeblichen Überraschungen und Auflösungen wenig überzeugt haben.

Etwas über die Sekte Jeremiahs zu erfahren, fand ich superspannend. Doch leider wurde damit stark gegeizt, nachdem der Anfang unglaublich neugierig gemacht hat. Es ging ganz anders aus, als man vermutet hätte, aber eher auf einer enttäuschenden Ebene. Ich hatte durch Klappentext, Prolog etc. einfach andere Erwartungen an den Roman, die leider leider nicht erfüllt wurden.

Für mich ist "Totengrund" also lediglich ein durchschnittlicher Krimi/Thriller, welchen man lesen kann, aber definitiv nicht muss. Da gibt es zahlreiche bessere.

Samstag, 3. August 2013

J.R.R. Tolkien: The Annotated Hobbit


In a hole in the ground there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort. (S.29)

Für Bilbo Baggins beginnt eines schönen Abends ein Abenteuer, dessen Ausmaße er sich nicht vorstellen kann. Der Zauberer Gandalf nimmt den Hobbit mit in einer Gruppe von Zwergen auf, die zum Lonely Mountain reisen und dort den Drachen Smaug besiegen wollen, um wieder zurück in ihr Zuhause zu gelangen. Als Held wider Willen ist Bilbo anfangs keine große Bereicherung, doch dann stiehlt er einen Ring von dem Höhlenwesen Gollum. Einen Ring, der ungeahnte Macht hat...

Tolkien erzählt die Geschehnisse um Bilbo märchenhaft. Er erschafft eine Welt, die durch seine Beschreibungen leicht nachvollziehbar und sehr sympathisch wirkt.
Der Roman ist ein Buch für Jung und Alt - gleichzeitig denke ich, dass er kein typischer Fantasy- oder Abenteuerroman ist, da er nicht unbedingt spannend ist in dem Sinne, als das man das Gefühl hätte, immer weiterlesen zu müssen. Deswegen habe ich mich mit dem Werk auch etwas schwer getan. Nichtsdestotrotz hat es aber einen großen Spaß gemacht!

The Annotated Hobbit enthält nicht nur den Roman, sondern zahlreiche Kommentare sowie Illustrationen, die die Geschichte unterstützen und weiterleitende Informationen geben. Für mich als Erstleserin waren nicht alle Anmerkungen interessant, da ich mich mit der Haupthandlung beschäftigt habe, allerdings ist diese Ausgabe eine, mit der man sich definitiv noch länger befassen kann. Außerdem enthält sie noch zwei weitere Texte, zu denen ich bisher nicht gekommen bin. Für alle Tolkienfans ist dies eine Ausgabe, die auf jeden Fall eine Anschaffung wert ist!

Noch einige Worte zur Verfilmung:
Ich sah den ersten Teil vom Hobbit, bevor ich das Buch gelesen hatte. Der Film hat mir sehr viel Spaß gemacht; besonders gut gefallen hat mir die Verspieltheit des Films im Gegensatz zu Herr der Ringe, was viel ernster gestaltet ist. In diesem Sinne denke ich, dass eine gute Übertragung gelungen ist.
Was meiner Meinung nach allerdings nicht so gut gelungen ist, ist die Charakterzeichnung. Im Film werden die Zwerge zwar auch nicht sofort warm mit Bilbo, sie sind aber insgesamt sympathischer und entschlossene Krieger, die unter allen Umständen ihr Ziel erreichen wollen. Im Buch ist dies nicht so ganz herausgekommen, finde ich, was ich aber auch nicht schlimm finde, da die Goldsucht der Zwerge dadurch viel besser nachvollziehbar ist. Ich bin gespannt, wie die Figuren im Verlauf der Filme geändert werden, damit sie mit dem Ende übereinstimmen oder ob einige Stellen geändert werden.
Dieser vielleicht gar nicht so groß erscheinende Punkt motiviert mich momentan nicht gerade, die Fortsetzung des Films zu sehen. Doch wie ich mich kenne, werde ich sowieso wieder einmal ins Kino stürmen.

Freitag, 2. August 2013

Joanne K. Rowling: Harry Potter and the Philosopher's Stone






Harry Potter thinks he is an ordinary boy - until he is rescued by a beetle-eyed giant of a man, enrols at Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry, learns to play Quidditch and does battle in a deadly duel. The Reason: HARRY POTTER IS A WIZARD!

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen, denn der sollte allgemein bekannt sein. Und wenn nicht - Schande über dein Haupt!

Den ersten Band dieser einmaligen Reihe habe ich jetzt etwas zum 15. Mal gelesen, und noch immer kann mich die Welt um den Jungen, der überlebte, begeistert. Rowling hat eine Welt geschaffen, die zauberhafter kaum sein könnte und meiner Meinung nach Lesespaß für Jung und Alt ist. Das erste Mal las ich Harry Potter, als ich 11 war (ca.), und noch immer tauche ich gerne wieder in Hogwarts ein.

Es gibt immer kleine Details, die einem vorher nicht aufgefallen sind, und es ist vor allem spannend, ab Band 1 zu lesen, wenn man schon das Ende der Reihe kennt und weiß, dass Rowling bei jedem Satz, den sie da geschrieben hat, schon etwas ganz Großes im Kopf hatte. Für mich gibt es überhaupt nichts, was ich je an den Büchern aussetzen könnte. Und wenn Leute behaupten, dass Rowling schamlos beim Herr der Ringe geklaut habe, dann ist mir das egal.

Harry Potter hat meine Kindheit geprägt und wird auf immer und ewig einen Platz in meinem Herzen tragen!