Samstag, 13. Juli 2013

Stephen King: Misery



Als der erfolgreiche Autor Paul Sheldon einen Autounfall hat und von Annie Wilkes gerettet wird, glaubt er anfangs an eine glückliche Fügung. Sie ist gelernte Krankenschwester und versorgt seine Wunden. Gleichzeitig ist sie ein begnadeter Fan seiner Misery-Bücher. Als sie erfährt, dass die Titelfigur darin im neusten Roman stirbt, ist sie davon gar nicht begeistert. Sie fordert von  Sheldon, dass er einen neuen Roman schreibt, in dem er Misery wieder auferstehen lässt. Fügt er sich nicht, fügt sie ihm Schmerzen zu.

Gegenüber Misery war ich anfangs etwas skeptisch. Mir fiel es schwer, mir vorzustellen, dass eine Geschichte, die sich größtenteils an ein und demselben Ort abspielt mit lediglich zwei Personen etwas langweilig sein könnte. Aber ich wurde vom absoluten Gegenteil überzeugt!

Durch die wenigen Schauplatzwechsel wirkt der Roman sehr dicht. Alles zentriert sich um die beiden Hauptfiguren Sheldon und Annie und deren Machtspielchen.

"Sie" ist Psychoterror vom feinsten, der keine Sekunde der Langeweile aufkommen lässt. King macht Annie Wilkes zu wahrscheinlich eine der schlimmsten Psychopathinnen, die es nur geben kann: Eiskalt und unberechenbar. Gleichzeitig ist das Buch ein Hommage ans Lesen und ans Schreiben. Es macht einfach Spaß, am Schreibprozess Sheldons teilzuhaben. Für jeden King Fan und für jene, die es werden wollen, ist "Sie" absolut zu empfehlen!

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