Dienstag, 31. Dezember 2013

2013: Ein Jahresrückblick

Alle gelesenen Bücher

Januar
George Orwell: Animal Farm
Thomasin von Zerklaere: Der Welsche Gast
Stephen King: Sie
Isabel Abedi: Whisper
John Marsden: Tomorrow when the War began
Molière: Le malade imaginaire

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Leslie Kelly: Ich will dich!





Es begann im "Leather and Lace", als Izzie getanzt hat ...

Tagsüber arbeitet Isabella in einer Bäckerei, aber an den Wochenenden tritt sie unter dem Namen "Crimson Rose" - purpurne Rose - maskiert in einer Stripteaseshow auf. Als eines Abends ihre Jugendliebe Nick in den Club kommt, gibt Isabella der Versuchung nach und tanzt in dieser Nacht nur für ihn ... Dass Nick sowohl ihre verruchte Seite als auch ihre züchtige Seite kennenlernt, reizt sie auf besondere Weise - bis er hinter das Verwirrspiel kommt.


Mittwoch, 25. Dezember 2013

Bastian Zach und Matthias Bauer: Morbus Dei. Die Ankunft




Ein einsames Bergdorf vor 300 Jahren: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in diese abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Gegend. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt - Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ...

Dienstag, 24. Dezember 2013

[Film] Der Hobbit. Smaugs Einöde


Bilbos Reise mit den Zwergen und Gandalf zum einsamen Berg geht weiter. Auf ihrer Reise müssen sie wieder zahlreiche Abenteuer bestehen. Sie kämpfen gegen Riesenspinnen, werden von Elben eingesperrt und werden ununterbrochen von den Orks gejagt. Doch als sie den Berg erreichen, geht ihr Abenteuer erst richtig los. Denn Smaug ist erwacht und über die Eindringlinge nicht sehr erfreut.

Peter Stamm: Agnes


Im überhitzten Lesesaal der Public Library in Chicago wechseln sie die ersten Blicke, bei einem Kaffee die ersten Worte. Eines Tages fordert Agnes ihn auf, ein Porträt über sie zu schreiben, sie will wissen, was er von ihr hält. Schnell zeigt sich, dass Bilder und Wirklichkeit sich nicht entsprechen - und dass die Phantasie immer mehr Macht über ihre Liebesbeziehung erhält.

Freitag, 20. Dezember 2013

Stephen King: Dead Zone


Nach einem Unfall gerät der kleine Johnny Smith für einen schrecklichen Augenblick lang zum ersten Mal in die Nähe der Todeszone. Als Lehrer in einer kleinen Schule wird er sich seiner unheimlichen Fähigkeit bewußt, und wieder führt ihn ein schwerer Unfall in den Bann der Todeszone. Als er nach vielen Jahren aus dem Koma erwacht, spürt er eine Macht in sich, die ihn zum Herrn über Leben und Tod macht - eine Macht, die ihm zugleich die Zukunft offenbart. Und was er da sieht, erschreckt ihn so sehr, daß er auch vor der letzten tödlichen Konsequenz nicht mehr zurückschreckt ...

Mittwoch, 18. Dezember 2013

[Film] Hunger Games. Catching Fire (2013)



Nachdem Katniss und Peeta die Hunger Games gewonnen haben, führen sie ein scheinbar normales Leben. Durch den Sieg sind ihre Familien zu Wohlstand gelangt, sodass sie nicht mehr hungern müssen. Doch die Regierung will die beiden aus dem Weg schaffen, denn sie haben gezeigt, dass das System nicht perfekt ist, dass es Schlupflöcher gibt. Also schmieden sie neue Pläne, um Katniss und die Hoffnung auf eine bessere Welt vollends zu vernichten.

Freitag, 6. Dezember 2013

[Film] Carrie (2013)


Wie sehr habe ich mich darüber gefreut, als ich darüber las, dass Stephen Kings Erstlingswerk Carrie neu verfilmt wird.
Zum Inhalt:
Carrie White wünscht sich, ein Mädchen wie jedes Andere zu sein. Doch ihre Mutter, eine religiöse Fanatikerin, hält sie von den Anderen fern und macht Carrie zur Außenseiterin. Als Carrie nach dem Sportunterricht in der Umkleide das erste Mal ihre Regelblutung bekommt und glaubt, sie verblutet, wird sie von den Mitschülern ausgelacht. Falls bisher nicht, wird sie jetzt erst recht als Freak bezeichnet, und einige Mitschüler hecken einen perfiden Plan aus, um Carrie vor der gesamten Schule bloßzustellen. Doch Carrie ist ein besonderes Mädchen. Nicht nur ist sie sozial verkümmert und komplett von ihrer Mutter abhängig, sie hat auch telekinetische Fähigkeiten, die sie allmählich zu kontrollieren lernt.

Freitag, 29. November 2013

Lovelybooks Leserpreis 2013 - Die Gewinner

Die Gewinner

Klickt obigen Link an, um die diesjährigen Gewinner vom Lovelybooks Leserpreis einsehen zu können. Leider hat mein Favorit "Wir in drei Worten" nicht gewinnen können, dafür haben es aber andere tolle Titel auf die ersten 3 Plätze geschaft.
Schaut doch mal rein!

Dienstag, 26. November 2013

Douglas Adams: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy



Wenige Romane verdienen das Etikett >Kultbuch< so sehr wie der Hitchhiker, dessen 1. Teil hier - mit allen nötigen Erläuterungen - präsentiert wird. Ursprünglich als Hörspielserie für die BBC entstanden, wuchs Adams' Science-Fiction-Satire zur "Trilogy in Five Parts" an, wurde Fernsehserie, Computerspiel, Comic, Musical und Kinofilm. Sie machte ihren Autor weltberühmt.
Douglas Adams starb 2001, noch nicht fünzigjährig. Zu seinem Gedenken wird alljährlich am 25. Mai der Towel-Day begangen.

Donnerstag, 21. November 2013

Lovelybooks Leserpreis 2013



Lovelybooks.de ruft zum alljährlichen Leserpreis auf.
Die User hatten zuvor Zeit, ihre Lieblingsbücher zu nominieren, und nun stehen sie zur Wahl. Dabei gibt es verschiedene Kategorien: Natürlich wird zwischen den Genren (Fantasy, Science Fiction, usw.) unterschieden, es gibt allerdings auch einen Preis für den schönsten Buchtitel und das schönste Buchcover.
Schließlich gibt es eine Abstimmung zum Lovelybooks-Lieblingsautor, eine Auszeichnung, mit der sich jeder deutschsprachige Autor gerne schmücken würde. Denn hierbei handelt es sich nicht um irgendeinen Preis, sondern den Gewinner können wir, die Leser bestimmen. Also haut in die Tasten, und wählt eure Lieblingsbücher in den verschiedenen Genres.
Ich möchte hier keine Tipps abgeben, habe aber natürlich meine eigenen Favoriten. Ein paar der Erscheinungen dieses Jahres habe ich hier im Blog schon behandelt, und ich hoffe sehr, dass meine Lieblingsbücher auf ihren gerechten Platz kommen. :)
Die Wahl findet bis zum 28. November statt, und am 29. werden bereits die Gewinner präsentiert. Also haut rein in die Tasten!


Zu den Wahlen


Dienstag, 19. November 2013

Rebecca Gablé: Das Haupt der Welt



"Du hast die Krone bekommen. Also trag sie auch. Und Zwar allein."
Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist ...

Montag, 28. Oktober 2013

Jonathan Safran Foer: Tiere Essen





›Tiere essen‹ ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?
Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet. (amazon)


Sonntag, 20. Oktober 2013

Irvine Welsh: Trainspotting



Entscheide dich für Hypothekenraten, Waschmaschinen, Autos; entscheide dich dafür, auf der Couch rumzusitzen und bescheuerte Gameshows anzuglotzen, während du dir beschissenes Junkfood in den Mund stopfst. Entscheide dich dafür, langsam zu verroteten. Entscheide dich für das Leben.
Leith, ein Stadtteil von Edinburgh. Hier leben Renton, Spud, Begbie, Sick Boy und Diane in einer heruntergekommenen Vororthölle, in der sich alles um vier Dinge dreht: Musik, Drogen, Fußball und Bier - und manchmal um Sex.

Montag, 7. Oktober 2013

Mhairi Mc Farlane: Wir in drei Worten



Rachel und Ben.

Zu Unizeiten waren sie unzertrennlich. Beste Kumpels waren sie. Die Welt konnte ihnen nichts anhaben. Doch in der Nacht vor der Abschlussfeier ist etwas passiert. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen. Zehn Jahre und 781 erfolglose Google-Suchen später stehen sie sich unerwartet gegenüber.
Wie geht's dir? -Wir müssen reden? -Liebst du mich?

Freitag, 4. Oktober 2013

Gerd Schilddorfer: Heiß



Auf der Jagd nach dem größten Geheimnis der Antike
Ein alter, weiser Künstler im Hindukusch, grausam ermordet. Eine schöne Archäologin, niedergestochen in Alexandria. Ein Berliner Nachtwächter mit durchschnittener Kehle. Der Abenteurer und Pilot John Finch kehrt nach Ägypten zurück und gerät in ein mörderisches Komplott. Die Spuren führen ihn nach Nordafrika, zu einem sagenumwobenen Grab in der Sahara, seit Jahrhunderten bewacht von Skorpionen, dessen Geheimnis so kostbar ist, dass Menschenleben wenig zählen ...

Freitag, 27. September 2013

Celeste Ealain: Enujaptas Fluch



Ein Raumschiff auf einer Mission, doch der Zielplanet Earth3 wird aufgrund von Sabotage verfehlt. Stattdessen muss das Schiff auf einem unbekannten Planeten notlanden und erleidet dabei verheerende Schäden.Die erdähnliche Atmosphäre scheint ein Überleben zu ermöglichen und schürt die Hoffnung der Besatzung, das Schiff reparieren zu können. Doch rasch müssen die überlebenden Besatzungsmitglieder der Nokimis erkennen, dass sie nicht allein sind …Fabienne, getrieben von Neugier und Wissensdurst, wagt sich in verbotene Nähe zu den Bewohnern des Planeten. Lieutenant Colonel Trevor Charnsten, gefällt dies überhaupt nicht, denn er hat ein ganz spezielles Interesse an ihr. Doch was keiner der Crew ahnt, sie haben den Zorn einer viel größeren Urgewalt geweckt ...

Avatar meets Pocahontas - aber auf interessante Weise!

Sonntag, 22. September 2013

Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit (Dämonen-Zyklus 1)



Weit ist die Welt - und dunkel...
... und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Und das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe noch abwenden können, sind die magischen Siegel.
Als Arlens Mutter bei einem Dämonenangriff ums Leben kommt und sein Vater nur tatenlos zusieht, flieht der Junge aus seinem Heimatdorf - auf der Suche nach Menschen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Bannzeichen noch nicht vergessen haben...

Mittwoch, 18. September 2013

Shannon Delany: Rivals and Retribution (13 to Life 5)


Jessie Gillmanses is in trouble again, and this time, she's in for the fight of her life - and Pietr's! With Marlaena's dangerous wolf pack putting more pressure on the Rusakova famliy, change is inevitable, and when it comes it brings a heavy price that forces Alexi into action to save his youngest brother's heart, head, and life. In the stunning conclusion of this celebrated paranormal series, two werewolf families fight for control of the small town of Junction, each other, and - most elusive of all - themselves.

Sonntag, 15. September 2013

Karin Kaiser: Vampirherz




Bereits in ihrer frühesten Kindheit verschwand Danas Vater spurlos. Bei einem erfolglosen Versuch, ihn zu finden, geriet sie in tödliche Gefahr. So vergingen Jahre voller Ungewissheit, in denen Dana bei ihrer Mutter heranwuchs. 

An ihrem achtzehnten Geburtstag wendet sich jedoch das Schicksal. Dana erfährt von ihrer totkranken Mutter, dass sie eine Halbvampirin ist – und dass ihr Vater von den bösen Strigoi und ihrer grausamen Fürstin Erzebet an einem Ort gefangen gehalten wird, der als „Schattenwelt“ bezeichnet wird.
Nur Dana hat die Macht, ihn zu befreien – und mit dem heilenden Blut des Vaters gleichzeitig auch das Leben ihrer Mutter zu retten. Trotz aller Gefahren macht sie sich auf den Weg in die Schattenwelt. Zur Seite steht ihr dabei der unwiderstehlich attraktive Teilzeit-Taxifahrer, Rockgitarrist und Portalwächter Francis, dessen melancholische meerblaue Augen ein Geheimnis zu bergen scheinen…


Nick Hornby (Hrsg.): Speaking with the Angel



Die wilde Odyssee eines Premierministers, eine große Überraschung im Leben nach dem Tod und die Gedanken eines Hundes: Schräge, bissige, humorvolle und immer wieder überraschende Geschichten von Robert Harris, Melissa Bank, Patrick Marber, Colin Firth, Zadie Smith, Dave Eggers, Helen Fielding, Roddy Doyle, Irvine Welsh, John O'Farrell, Giles Smith und Nick Hornby!

Freitag, 13. September 2013

Robin Theis: Freunde und andere Feinde




Die Strahlung nahm ihrer Welt auch den letzten Rest Liebenswürdigkeit. Es ist 2054; Alles außer die Gesichter dieser Menschen strahlt. Ob in „Sodom“ oder „Gomorrha“; Wohin diese armen Schweine flüchteten, sie konnten nicht finden, was ihnen die radioaktiven Strahlen weggerissen hatten. Wir wollen ihnen dabei helfen, ihnen zurück zu bringen, was sie verloren haben. Ihre und unsere Existenz wird erneut erstrahlen, in einer neuen, besseren Welt.

Sonntag, 8. September 2013

Shannon Delany: Destiny and Deception (13 to Life 4)






With the threat of the mafia seemingly gone and the company's headquarters in Junction destroyed, Pietr Rusakova is adjusting to being a normal teen and Jess is realizing normalcy may not be what she wanted after all. But both Jess and Cat know the truth: Normal can't be taken for granted. Their precious cure isn't permanent - and when a new danger stalks into their small town, Alexi decides he must overcome his issues with the mother who abandoned him to be raised by wolves and make a brand-new deal to save his adopted family.

Die Rusakovas trauern um den Verlust ihrer Mutter; die Heilung kam für sie zu spät. Jessie bemerkt schnell eine Veränderung in Pietr: Er ist in sich gekehrt und stürzt sich mit vollem Elan in Schularbeit. Dass er sie kaum noch beachtet, macht ihr schwer zu schaffen. Bald schon stehen sie einer neuen Gefahr gegenüber. Ein neues Wolfsrudel unter der Leitung Marlaenas ist in der Stadt. Ihre Motive sind undurchsichtig, doch sie hat ein besonderes Interesse in Pietr, sodass Jessie ein Dorn in ihrem Auge ist.

Die Handlung des Buches hätte man locker in 100 Seiten abhandeln können. Für mich war dieser Band viel mehr noch als der zweite ein Lückenbüßer, welcher einfach nicht hätte sein müssen. Marlaena wird als neuer Erzählstrang eingeführt, interessiert hat mich dieser aber eher weniger. Erst auf den letzten 100 Seiten passiert wirklich etwas. Vorher wird die Reise des Rudels beschrieben oder eine Schneeballschlacht zwischen den Rusakovas. Jaaaaaa....

Pietrs Veränderung, die sich durch seine Heilung vollzieht, finde ich sehr unglaubwürdig. Vom leidenschaftlichen Jungen, der Jessie immer in den Mittelpunkt gestellt hat, wird er zum Obernerd, der am liebsten Dungeons & Dragons spielt. Gleichzeitig hat Jessie nicht wirklich den Mut, Pietr auf seine Veränderung anzusprechen. Viel mehr nimmt sie das hin und heult alleine in einer Ecke herum. Selbst Schuld!

Ich hoffe, hoffe wirklich sehr, dass mit dem fünften Band ein gelungener Abschluss gefunden wird, der über den wirklich enttäuschenden vierten Band hinweg trösten kann. Eine große Enttäuschung!

Freitag, 6. September 2013

Shannon Delany: Bargains and Betrayals (13 to Life 3)



In the third book in the 13 to Life series, Jessie finds her situation to be even more dangerous than she feared. Locked away at Pecan Place, she struggles to maintain her sanity and discovers answers about the group that seems less and less like any legitimate government agency, while Pietr fights to keep their relationship alive. But very aware that his mother's time is running out, Pietr makes a deal he doesn't dare tell Jessie about. Because the deal Pietr's made could mean the death of far more than his tenuoud relationship with the girl he loves.

Eingesperrt in der Nervenheilanstalt Pecan Place, merkt Jessie schon bald, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie wird mit Medikamenten zugekippt in der Hoffnung, dass sie Pietr vergisst, entdeckt Leichenteile und Zombies, und unterliegt fast einem Attentat auf ihr Leben. Nachdem Pietr sie gerettet hat, bleibt nur noch eines zu tun: Die Mutter der Rusakovas zu retten.

Nachdem der zweite Teil etwas enttäuschend war, geht es hier wieder um einiges ereignisreicher zu. Der Anfang zieht sich noch etwas, doch gleichzeitig werden endliche einige Fragen, die im  zweiten Band aufgeworfen wurden, (ansatzweise beantwortet). Es spitzt sich alles weiter zu und Jessie muss lernen, dass sie niemandem trauen kann.
Die Beziehung zwischen Jessie und Pietr wird tiefer und macht Spaß zu lesen. Es ist schön, sie nach dem Hin und Her aus Band 2 wieder zusammen zu sehen. Die Charaktere wachsen dem Leser immer mehr ans Herz.

Eine Kleinigkeit, die mir nicht so gut gefallen hat, ist die Einführung des neuen Erzählstrangs aus der Sicht Alexis. Natürlich ergibt es teilweise Sinn, da Jessie ca. ein Drittel des Buches eingesperrt ist und deswegen wenig Plan von dem hat, was sich außen abspielt. Doch die ersten beiden Bände sind gut mit Jessies POV ausgekommen. Ich finde es immer besser, wenn man entweder die ganze Zeit mehrere POVs hat oder konsequent einen beibehält.

Für mich kann der dritte Band locker mit dem ersten Teil mithalten und lässt Hoffnung auf den Folgeband.

Shannon Delany: Secrets and Shadows (13 to Life 2)



Nothing's simple when you run with werewolves. Jessie Gillmansen thinks she's seen it all, but her eyes are about to be opened to even more danger and a reality far more paranormal than she's ever suspected. Thanks to Jessie's startling revelation about the Rusakova's mother, the group's choices become harder - and trust is moren important than ever. But the dramatic change Pietr's going thourgh may shake the trust he's built with Jessie to its very foundation. As the broken Rusakova family struggles to come together to face what may be their greatest challenge, the people Jessie believed were normal show themselves to be much, much more...

Jessie leidet unter der aufrecht gehaltenen Beziehung zwischen Pietr und Sarah. Während sie sich durch seine Offenbarung, dass er ein Werwolf ist, viel tiefer mit ihm verbunden fühlt, distanziert er sich immer weiter von ihr. Er scheint es in ihrer Nähe kaum noch auszuhalten, doch sie gibt nicht auf, für ihre Liebe zu kämpfen.

Im Gegensatz zum ersten Teil ist dieser leider viel viel schlechter. Während Jessies Charakterzeichnung mich noch begeistert hatte, hat ihre Dummheit nun um ein Vielfaches zugenommen. Sie schafft es nicht, Pietrs Meinung zu akzeptieren und läuft ihm wie ein treues Hündchen hinterher, nur um immer und immer wieder abgewiesen zu werden. So wird die Handlung leider auch eher langsam vorangetrieben, der Schwerpunkt liegt auf dem wiederholenden Zurückgewiesen werden von Jessie. Erst gegen Ende geht es erst so richtig los, und dann wird es auch wieder richtig spannend.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der darauf hoffen lässt, dass der dritte Teil wieder etwas mehr an Fahrt aufnimmt.

Es werden viele neue Problematiken angedeutet, die leider nur eingeleitet aber noch nicht wirklich entfaltet werden, sodass der zweite Teil leider wie ein Zwischenspiel zwischen 1 und 3 wirkt.

Donnerstag, 5. September 2013

Shannon Delany: 13 to Life


Everything about Jessie Gillmansen's life changed when her mother died. Now even her hometown of Junction is changing. Mysterious dark things are happening. All Jessie wants is to avoid more change. But while showing a hot new guy around Junction High, she's about to discover a whole new type of change, Pietr Rusakova is more than good looks and a fascinating accent - he's a guy with a dangerous secret. And his very existence is sure to bring big trouble to Jessie's small town. It seems change is the one thing Jessie can't avoid.


Jessie Gillmansen ist ein Mädchen, welches mit aller Macht versucht, ihre Normalität und seelische Gesundheit zu bewahren, nachdem ihre Mutter bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam. Sie versucht, gut zu sein, und kümmert sich sogar um die Unfallverursacherin, Sarah.
Als Pietr Rusakova neu in die Schule kommt, scheint sie die einzige zu sein, welche nicht sofort von ihm bezaubert ist. Ihr missfällt seine arrogante Art. Doch gleichzeitig fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Denn er scheint sie besser zu verstehen als die meisten anderen. Aber bald muss sie erkennen, dass ihn ein dunkles Geheimnis umgibt...

.... welches dem Leser spätestens nach ca. 20 Seiten mehr als klar ist. Pietr ist ein Werwolf - big surprise. Jessie ist ein bisschen langsam, wenn es darum geht, zu erkennen, was er wirklich ist. Sie arbeitet in der Schülerzeitung und recherchiert über Wolfangriffe, sieht Wolfsspuren die zu Fußspuren werden, wird Zeuge von Pietrs schneller Heilkraft, aber ihr kommt nie irgendein Verdacht. Ach ja, sie liest außerdem sehr gerne Romantasys, unter anderem Twilight, wo ja auch ein Werwolf vorkommt. Es heißt ja nicht, dass sie Pietr sofort durchschauen soll geschweigedenn ihre Überlegungen ernsthaft verknüpfen, aber dass ihn etwas Übernatürliches umgibt und dass er ein Werwolf sein könnte, so abstrus der Gedanke doch ist, darauf hätte sie kommen können. Diese Tatsache stört mich beim Lesen immer wieder, aber es gibt viel mehr Sachen, die mir besonders gut gefallen.

Abgesehen von ihrer Blödheit liebe ich die Figur Jessies. Sie opfert sich für andere auf, ist selbstlos und ist gleichzeitig diejenige, die am meisten leidet. Die Momente, in denen sie ihr wahres Ich erkennen lässt, haben mir grundsätzlich am besten gefallen. Auch ihre Fürsorge für Sarah ist bis zu einem gewissen Grade verständlich. Ihre Mutter hatte sie unmittelbar nach dem Unfall aufgefordert, erst Sarah zu retten, für ihre Mutter war dann keine Zeit mehr. Jessie sieht es nun als letzten Wunsch ihrer Mutter, dass sie sich um Sarah kümmert. Aber warum bringt sie Pietr dazu, mit Sarah zusammen zu kommen, nur damit es Sarah besser und ihr und Pietr schlechter geht? Mit der Selbstlosigkeit kann auch übertrieben werden, bis sie zu Dummheit wird.

13 to Life ist sicherlich kein Meilenstein in der Literatur bzw. Romantasy-Schiene, aber das Buch (mehrmals) zu lesen, macht sehr viel Spaß, weil Pietr und Jessie ein interessantes Gespann sind.
Eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Twilight und co.!

Dienstag, 3. September 2013

Nicholas Sparks: Ein Tag wie ein Leben





Die Erfüllung eines Lebenstraums.
Ein scheinbar nichtiger Anlass - ein versäumter Hochzeitstag - zerreißt die Harmonie zwischen Wilson und Jane. Wilson möchte seine Ehe retten, aber plötzlich ist er nicht mehr sicher, ob Jane ihrer Liebe überhaupt noch eine Chance gibt...

Nachdem sich Wilson und Jane in ihren 29 Jahren Ehe immer weiter voneinander entfernt haben und Wilson schließlich den gemeinsamen Hochzeitstag vergisst, weiß er, dass sich etwas ändern muss. Er überlegt sich Dinge, damit sich Jane wieder neu in ihn verliebt. Schafft er es, ihre Liebe zu retten?

Dies war mein erster Roman von Nicholas Sparks und ich bin über die Maßen begeistert. Ich hatte eine gehörige Prise Kitsch erwartet, da mir die Verfilmungen nicht sonderlich gefallen haben. Doch davon war zum Glück keine Spur.
Es war sehr schön, Wilsons Versuche zu begleiten und gleichzeitig durch Rückblenden etwas über die gemeinsame Beziehung der beiden zu erfahren, sodass man nach und nach das Gefühl hatte, die beiden richtig gut zu kennen. Die Charaktere waren mir allesamt sympathisch, und dabei waren sie doch alle unterschiedlich gestrickt.
Obwohl der Schwerpunkt auf der zurückzugewinnenden Liebe lag, war es gleichzeitig sehr spannend, da der Leser nicht über alles informiert wurde und sich deswegen mit Jane zusammen überraschen lassen konnte.

Ich habe viele Liebesromane gelesen, und die meisten haben mir eher wenig gefallen, weil mit der Romantik entweder maßlos übertrieben wird oder die Figuren so fern sind, dass sie einem der Fall wird. Sparks hat genau den richtigen Mittelweg gefunden.
Den Roman kann ich vorbehaltlos empfehlen, auch für Liebesromanneulinge oder solche, die um jene meistens eher einen Bogen machen.

Montag, 2. September 2013

Chroniken der Unterwelt - City of Bones [FILM]

Obwohl eigentlich ein Literaturblog, soll die ein oder andere Literaturverfilmung nicht fehlen, vor allem weil ich auf City of Bones sehr gespannt war.
ACHTUNG: Diese Rezension ist voller Spoiler!

Clary ist ein ganz normales Mädchen, denkt sie. Als sie beobachtet, wie in einem Club ein Mord begangen ist, scheint sie die einzige zu sein, die in der Lage ist, die Mörder zu sehen. Zusätzlich beginnt sie, merkwürdige Zeichen zu malen, deren Bedeutung sie nicht kennt. Als ihre Mutter entführt und sie von einem Dämon angegriffen wird, weiß sie, dass sie kein normales Mädchen ist. Sie ist eine Schattenjägerin, dazu bestimmt, Dämonen zu töten, und ihre Mutter hat versucht, sie all die Jahre von dieser anderen Welt fern zu halten.

Meiner Meinung nach fängt der Film richtig gut an. Es wird Clarys gewöhnliches Leben gezeigt, doch der Besuch im Pandämonium ist ein prägender Einschnitt, von dem sie sich nie ganz erholen wird. Es folgen einige wirklich spannende Actionszenen, mit denen man wunderschön mitfiebern kann. Was mir besonders gut gefallen hat, ist Clarys halber Nervenzusammenbruch. Im Buch war sie mir stellenweise doch etwas zu tough; hier sieht man allerdings ihre schwache Seite. Später wurde sie dann aber zu dieser Knallharten, die vor nichts Angst zu haben scheint. Damit konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, dass ihr Charakter so stark gewechselt hat.

Jace hat mir auch nicht allzu gut gefallen. Die Liebesbeziehung schien nur von ihm auszugehen, deutlich gemacht an ständigen Blicken seinerseits. Natürlich war er sarkastisch und kalt, letzteres aber nur die ersten 15 Minuten. Danach hatte er dauernd ein leidendes Gesicht aufgesetzt, wenn Clary ihn abgewiesen oder zu Simon gegangen ist. Einmal ist das ja ganz schön, aber er schien einen Großteil des Films ständig kurz vorm Heulen zu sein.

Die Liebesbeziehung ist nach meinem Geschmack etwas zu kurz gekommen. Wenn man später davon redet, die beiden zu zerstören, indem man ihre Liebe zerstört, frage ich mich: Welche Liebe? Im Film sah es tatsächlich so aus, als hätte Jace sich in Clary verliebt und sie einmal rumgekriegt. Andersherum war da aber nich viel.

Am Ende wurde so einiges geändert. Ich kann mich nicht so ganz damit anfreunden, dass schon jetzt klar ist, dass das Inzestdrama eine Lüge ist. Mir leuchtet natürlich ein, warum das getan wurde: Viele Kinobesucher würde es wahrscheinlich abschrecken, zwei weitere Teile mit einem sich liebenden Geschwisterpärchen im Vordergrund zu sehen. Gleichzeitig frag ich mich, ob ihr Hadern in den Folgefilmen dann noch spannend ist, da man als Zuschauer die Wahrheit kennt und deswegen wohl weniger mitfiebert.

Trotz dieser Kritikpunkte hat der Film auch seine guten Seiten: Er ist verdammt lustig, und ich habe mich sehr gefreut, dass zahlreiche Zitate aus dem Buch vorkamen. Auch die Kampfszenen waren super, sodass die Hotelszene definitiv meine Liebste war.

Ich will nicht von dem Film abraten, allerdings sollte man schon das Buch gelesen haben (oder am besten alle 3), da der Film viele Dinge unerklärt ließ (Ich brauchte meine Zeit, bis ich darauf kam, wie Clary an den Fake-Kelch gekommen ist).
Außerdem sollte man, wenn es geht, das englische Original schauen, da die deutsche Synchro ziemlich grottig ist. 1. passen die Lippenbewegung nicht immer zum Gesagten und 2. sind die Stimmen von Clary und Jace sehr unterirdisch und vor allem emotionslos.

Für alle, die vom Film noch keine Ahnung haben, hier noch einmal der Trailer. Natürlich auf Englisch ;)


Donnerstag, 29. August 2013

Andreas Hagemann: Xerubian. Aath Lan'Tis





"Gott würfelt nicht", heißt es immer wieder.
Als leidenschaftlicher Billard-Spieler braucht er das auch gar nicht ... Die Begeisterung für dieses Spiel ist es aber, die ihn hin und wieder jegliche Vorsicht vergessen lässt. So löst er bei einem völlig misslungenen Stoß eine ungewollte Weltenmischung aus, durch welche die Bewohner des ansonsten recht unscheinbaren Planeten Xerubian den Teil einer fremden Welt sowie einen magischen Stein erhalten. Als dieser von einer geheimnisvollen schwarzen Gestalt gestohlen wird, beginnt für Inspektor Dalon von der Königlichen Polizei und seine Begleiter eine irrwitzige Jagd quer über ihren eigenwilligen Planeten.
Was jedoch keiner von ihnen ahnt: Dieses Wesen führt sie direkt zu einem der sagenumwobensten Orte auf Xerubian.

 Wer glaubt, Gott hätte nichts zu tun, außer das Weltgeschehen zu lenken, der irrt sich. Denn Gott ist ein begnadeter Billiardspieler, doch leider nicht das beste, sodass ein falscher Zug leider eine Vermischung von Welten verursacht...
Dalon, Beamter der Königlichen Polizei, wird zu einem Tatort gerufen, an dem ein Stein entwendet wurde, welcher Grundlage einer großen Glaubensgemeinschaft bildet. Denn dieser Stein gehörte einer nun verschollenen Zivilisation. Mit seinem Drachen Nerol macht sich Dalon auf die Suche nach dem Stein und begegnet dabei allerhand Wesen. Unter ihnen findet er neue Freunde, die ihn tatkräftig unterstützen.

Dieses Buch überzeugt allen voran mit seinem wirklich köstlichen Humor. Von Drachen mit hessischem Dialekt über Namensgebungen ist wirklich viel vertreten, was mich einige Male zum lauten Lachen gebracht hat.
Doch so gut dieser Humor ist, wird er häufig auch ein bisschen übertrieben, indem er die eigentliche Handlung überschattet. Der Roman hat einige Längen, über die der Humor dann auch nicht mehr wirklich hinweg helfen kann.
Aus diesem Grunde hat mir aber auch das Ende sehr gut gefallen, welches etwas ernster und vor allem actionreicher war. Außerdem macht es neugierig auf einen zweiten Teil.

Neben der etwas schleppenden Handlung sind auch einige Charaktere etwas blass geblieben, was ich sehr schade fand. So kann man sich nur von wenigen ein wirkliches Bild machen, weil sie zu wenig beschrieben sind - das gilt für das Äußere wie für den Charakter.

Die Welt Xerubians ist eine sehr interessante, welche sehr viel Potenzial enthält und für Fans von Terry Pratchett oder Douglas Adams durchaus zu empfehlen ist!

Dienstag, 20. August 2013

Dan Brown: Inferno






Harvard professor of symbology, Robert Langdon awakens in a hospital in the middle of the night. Disoriented and suffering from a gead wound, he recalls nothing of the last thirty-six hpurs, including how he got there...or the origin of the macabre object taht his doctors discover hidden in his belongings.
Langdon's world soon erupts into chaos, and he finds himself on the run in Florence with a stoic young woman, Sienna Brooks, whose clever maeuvering saves his life. Langdon quickly realizes that he is in possession of a series of disturbing codes created by a brilliant scientist - a genius whose obsession with the end of the world is matched only by his passion for one of the most influential masterpieces ever written - Dante Alighieri's dark epic poem The Inferno.
Racing through such timeless locations as the Palazzo Vecchio, the Boboli Gardens, and the Duomo, Langdon and Brooks discvoer a network of hidden passageways and ancient secrets, as well as a terrifying new scientific paradigm that will be used either to vastly imnprove the quality of life on earth...or to devastate it.
In his most compelling and thought-provoking novel to date, Dan Brown has raised the bar yet again. Inferno is a sumtuously entertaining read - a novel that will captivate readers with the beauty of classical Italian art, history, and literature...while also provocative questions about the role of cutting-edge science in our future.

Dem Klappentext ist nichts mehr hinzuzufügen... war ja auch lange genug!

Der Roman beginnt etwas Brown-untypisch, nämlich mit einem Langdon, der von Nichts eine Ahnung hat. Durch seinen Gedächtsnisverlust und immer wiederkehrende Visionen muss er erst einmal die letzten Tage rekonstruieren und sich gleichzeitig auf die Wege Dante Alighieris begeben.
Ich liebe Dantes Divina Commedia, deswegen habe ich mich über die Thematik dieses Langdon-Romans sehr gefreut, zumal ich nach dem Verlorenen Symbol, welches mich sehr gelangweilt und enttäusch hat, keinen von den neuen Langdon-Romanen lesen wollte. Die Anspielungen auf die Göttliche Komödie fand ich deswegen sehr schön und waren für mich interessanter als Freimaurerverschwörungen beispielsweise.

In this place, on this date,
the world was changed forever.

Klingt dieser Satz beim ersten Mal noch verdammt episch, so beeindruckt er beim 6. Mal lesen keinen mehr. Für den Roman wurden üblicherweise verschiedene Erzählperspektiven gewählt. Das hat mich bisher nie sonderlich gestört, doch in diesem Roman kam es zu so häufigen Wiederholungen, dass ich mir hin und wieder überlegt habe, einfach ein paar Seiten zu überspringen.
Eine Sache, die Brown meiner Meinung nach zuvor immer gelungen ist, ist die, dass man vielen Dingen auf dem ersten Blick nicht trauen darf, denn nichts ist so, wie es anfangs scheint. Doch dieses Mal hat er viel zu hoch hinausgegriffen. Teilweise war die Handlung so hanebüchen, dass ich darüber nur noch den Kopf schütteln konnte.
Ich finde, bei Thrillern/Krimis sollte immer die gesunde Mitte gefunden werden zwischen "Ich weiß nach den ersten 2 Kapiteln, wie der Roman ausgehen wird" und "Darauf kann kein Mensch jemals kommen". Bei Inferno war Letzteres der Fall. Manche Twists fand ich sehr unglaubwürdig und unübertrieben. Zu Loben ist dabei jedoch, dass der Leser die erste Hälfte des Buches sehr elegant an der Nase herumgeführt wird. Aber wie gesagt, die Auflösung hatte zwar keine Logikfehler, aber sehr an den Haaren herbeigezogen.

Zusätzlich hat sich die Handlung (mal wieder) sehr gezogen. Ich denke, ein paar Stationen und Rätsel weniger hätten es auch getan. Die Suche nach Hinweisen etc. wurde irgendwann sehr redundant und deshalb langweilig. 

Insgesamt kann ich sagen, dass man von Inferno zwar unterhalten wird, allerdings kann ich von Brown viel lieber Illuminati und Sakrileg empfehlen, weil die Handlung (für mich) nacvhvollziehbarer, dichter und spannender ist.
Brown hat mit Inferno viel ausprobiert, aber für mcih ist er viel zu weit über sein Ziel hinausgeschossen.

Freitag, 9. August 2013

Tess Gerritsen: Totengrund


Eigentlich wollte Dr. Maura Isles in dem Dorf namens Kingdom Come im Schneechaos Zuflucht finden. Doch es sieht aus, als hätten die Bewohner der Siedlung nur Minuten vor ihrem EIntreffen fluchtartig die Häuser verlassen: Fenster und Türen stehen offen, die Tische sind gedeckt - doch das Essen auf den Tellern ist festgefroren, kein Mensch weit und breit....
Mauras Spur verliert sich. Bis eine Unfallmeldung ihre Freundin Jane Rizzoli in Boston erreicht: Ein Wagen mit vier Insassen ist in eine Schlucht gestürzt und ausgebrannt. Unter den Toten ist eine Frau in Mauras Alter, und im Fond liegt ihr Gepäck...

 Maura lässt sich auf einem Ärztekongress dazu überreden, mit ihrem alten Studienfreund Doug, seiner Tochter und zwei Freunden eine Skitour zu machen. Ihr Auto bleibt im tiefen Schnee stecken, und sie müssen zu Fuß weiter. Sie erreichen Kingdom Come, ein verlassenes Dorf, welches einige Fragen aufwirft: Wo sind die Bewohner? Warum haben sie die Häuser Hals über Kopf verlassen? Warum liegt da Blut? Und wieso liegt hier eigentlich Stroh rum? Oh, falscher Film.
Das Dorf gehört zu einer Sekte unter dem Propheten Jeremiah. Seine Folger sehen ihn als Erlöser und praktizieren Polygamie und Pädophilie, denn Jeremiah sagt immer die Wahrheit. Doch die eingeschworene Gemeinschaft duldet keine Eindringlinge...

Das Buch geht sehr stark los mit dem Propheten Jeremiah, der sich ein 14-jähriges Mädchen aussucht, um sie zu ihrer nächsten Frau zu machen. Doch dann gibt es erstmal einen Sprung zu Maura, welche auf dem Ärztekongress einen alten Freund wiedertrifft. Doug ist ein sympathischer Kerl, doch leider verschwindet er nach den ersten 150 Seiten, und irgendwie scheint es auch niemanden so wirklich zu kümmern, was mit ihm passiert ist. Okay, anscheinend ist er einer der Leichen in dem Autowrack, doch nachdem man festgestellt hat, dass eine der Leichen falsch identifiziert wurde, hätte man auch bei den anderen nachforschen oder sein tragisches Ende näher beleuchten können. Der Großteil der Figuren der ersten Hälfte des Buches verschwinden einfach, und niemand interessiert sich für sie. Da hätte man sich den Teil auch schon fast weglassen können...

Was mich zu dem nächsten Punkt führt. Die Figuren waren mir nicht direkt unsympathisch, doch ich konnte für keine von ihnen ein größeres Interesse aufbringen, sodass mich ihr Schicksal nicht besonders berührt hat.
Die Perspektivenwechsel sollten Spannung erzeugen, glaube ich, doch wurden diese teilweise an so offensichtlichen Stellen gesetzt, dass die angeblichen Überraschungen und Auflösungen wenig überzeugt haben.

Etwas über die Sekte Jeremiahs zu erfahren, fand ich superspannend. Doch leider wurde damit stark gegeizt, nachdem der Anfang unglaublich neugierig gemacht hat. Es ging ganz anders aus, als man vermutet hätte, aber eher auf einer enttäuschenden Ebene. Ich hatte durch Klappentext, Prolog etc. einfach andere Erwartungen an den Roman, die leider leider nicht erfüllt wurden.

Für mich ist "Totengrund" also lediglich ein durchschnittlicher Krimi/Thriller, welchen man lesen kann, aber definitiv nicht muss. Da gibt es zahlreiche bessere.

Samstag, 3. August 2013

J.R.R. Tolkien: The Annotated Hobbit


In a hole in the ground there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort. (S.29)

Für Bilbo Baggins beginnt eines schönen Abends ein Abenteuer, dessen Ausmaße er sich nicht vorstellen kann. Der Zauberer Gandalf nimmt den Hobbit mit in einer Gruppe von Zwergen auf, die zum Lonely Mountain reisen und dort den Drachen Smaug besiegen wollen, um wieder zurück in ihr Zuhause zu gelangen. Als Held wider Willen ist Bilbo anfangs keine große Bereicherung, doch dann stiehlt er einen Ring von dem Höhlenwesen Gollum. Einen Ring, der ungeahnte Macht hat...

Tolkien erzählt die Geschehnisse um Bilbo märchenhaft. Er erschafft eine Welt, die durch seine Beschreibungen leicht nachvollziehbar und sehr sympathisch wirkt.
Der Roman ist ein Buch für Jung und Alt - gleichzeitig denke ich, dass er kein typischer Fantasy- oder Abenteuerroman ist, da er nicht unbedingt spannend ist in dem Sinne, als das man das Gefühl hätte, immer weiterlesen zu müssen. Deswegen habe ich mich mit dem Werk auch etwas schwer getan. Nichtsdestotrotz hat es aber einen großen Spaß gemacht!

The Annotated Hobbit enthält nicht nur den Roman, sondern zahlreiche Kommentare sowie Illustrationen, die die Geschichte unterstützen und weiterleitende Informationen geben. Für mich als Erstleserin waren nicht alle Anmerkungen interessant, da ich mich mit der Haupthandlung beschäftigt habe, allerdings ist diese Ausgabe eine, mit der man sich definitiv noch länger befassen kann. Außerdem enthält sie noch zwei weitere Texte, zu denen ich bisher nicht gekommen bin. Für alle Tolkienfans ist dies eine Ausgabe, die auf jeden Fall eine Anschaffung wert ist!

Noch einige Worte zur Verfilmung:
Ich sah den ersten Teil vom Hobbit, bevor ich das Buch gelesen hatte. Der Film hat mir sehr viel Spaß gemacht; besonders gut gefallen hat mir die Verspieltheit des Films im Gegensatz zu Herr der Ringe, was viel ernster gestaltet ist. In diesem Sinne denke ich, dass eine gute Übertragung gelungen ist.
Was meiner Meinung nach allerdings nicht so gut gelungen ist, ist die Charakterzeichnung. Im Film werden die Zwerge zwar auch nicht sofort warm mit Bilbo, sie sind aber insgesamt sympathischer und entschlossene Krieger, die unter allen Umständen ihr Ziel erreichen wollen. Im Buch ist dies nicht so ganz herausgekommen, finde ich, was ich aber auch nicht schlimm finde, da die Goldsucht der Zwerge dadurch viel besser nachvollziehbar ist. Ich bin gespannt, wie die Figuren im Verlauf der Filme geändert werden, damit sie mit dem Ende übereinstimmen oder ob einige Stellen geändert werden.
Dieser vielleicht gar nicht so groß erscheinende Punkt motiviert mich momentan nicht gerade, die Fortsetzung des Films zu sehen. Doch wie ich mich kenne, werde ich sowieso wieder einmal ins Kino stürmen.

Freitag, 2. August 2013

Joanne K. Rowling: Harry Potter and the Philosopher's Stone






Harry Potter thinks he is an ordinary boy - until he is rescued by a beetle-eyed giant of a man, enrols at Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry, learns to play Quidditch and does battle in a deadly duel. The Reason: HARRY POTTER IS A WIZARD!

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen, denn der sollte allgemein bekannt sein. Und wenn nicht - Schande über dein Haupt!

Den ersten Band dieser einmaligen Reihe habe ich jetzt etwas zum 15. Mal gelesen, und noch immer kann mich die Welt um den Jungen, der überlebte, begeistert. Rowling hat eine Welt geschaffen, die zauberhafter kaum sein könnte und meiner Meinung nach Lesespaß für Jung und Alt ist. Das erste Mal las ich Harry Potter, als ich 11 war (ca.), und noch immer tauche ich gerne wieder in Hogwarts ein.

Es gibt immer kleine Details, die einem vorher nicht aufgefallen sind, und es ist vor allem spannend, ab Band 1 zu lesen, wenn man schon das Ende der Reihe kennt und weiß, dass Rowling bei jedem Satz, den sie da geschrieben hat, schon etwas ganz Großes im Kopf hatte. Für mich gibt es überhaupt nichts, was ich je an den Büchern aussetzen könnte. Und wenn Leute behaupten, dass Rowling schamlos beim Herr der Ringe geklaut habe, dann ist mir das egal.

Harry Potter hat meine Kindheit geprägt und wird auf immer und ewig einen Platz in meinem Herzen tragen!

Mittwoch, 31. Juli 2013

George R. R. Martin: Planetenwanderer



Die Galaxis, in ferner Zukunft. Sternensystem um Sternensystem wurde besiedelt, und in den Weiten des Alls ist die Zivilisation der Erde nur noch ein Mythos. Wäre da nicht Haviland Tuf, der als interplanetarer Problemlöser furchtlos durch den Weltraum reist. Bis er eines Tages vor eine schier unlösbare Aufgabe gestellt wird...

Eine Auswahl an Kurzgeschichten, die sich alle um den selbsternannten Ökoingenieur Haviland Tuf drehen.

Prolog: Eine Stimmaufzeichnung berichtet von einem Planeten, der alle paar Jahre von schrecklichen Seuchen heimgesucht wird. Diese gehen aus von dem Seuchenstern, und ein Entkommen ist unmöglich.

Der Seuchenstern: Einige Forscher und Söldner machen sich auf die Suche nach dem Seuchenstern. Denn sie vermuten dahinter keine große Krankheit, sondern ein altes Schiff der Ökoingenieure,welches in der Lage ist, sämtliches Leben zu klonen. Sie heuern Haviland Tuf, einen Händler dazu an, sie mit seinem Handelsschiff zu der Arche zu bringen. Schon bald kommt es zur Meuterei, denn der Besitz des Saatgutschiffes bedeutet grenzenlose Macht.

Brot und Fische: Tuf reist mit der Arche nach S'uthlam, einem Planeten, der ünter einem stark ansteigenden Bevölkerungswachstum leidet sowie einer androhenden Hungersnot. Haviland gerät in Kontakt mit Tolly Mune, der Hafenmeisterin, und gemeinsam suchen sie nach einer Lösung. Doch die S'uthlamesen geben sich mit einer bloßen Lösung des Problems nicht zufrieden. Sie wollen das ganze Schiff.

Wächter: Auf einem anderen Planeten sind kürzlich Tiere und Ungeheuer aufgetaucht, gegen die sich die Bewohner nicht mehr wehren können. Während die Bewohner nach einer schnellen Lösung und Gegenmaßnahme suchen, beschäftigen Haviland Tuf vielmehr die Hintergründe für das plötzliche Auftauchen.

Die zweite Speisung: Haviland kehrt zurück nach S'uthlam. Trotz seiner Hilfe haben sich die Probleme dort um ein Vielfaches verschlimmert, sodass er sich einer noch viel größeren Herausforderung stellen muss. Denn es ist nicht nur das Ökosystem, welches verändert werden muss, sondern allem Voran die Mentalität der Menschen.

Eine Bestie für Norn: Auf Lyronica kämpfen in den Arenenen Tiere gegeneinander und bestimmen das Leben der Bewohner dort. Das ärmste Haus, Norn, bittet Tuf um eine Bestie, die gegen alle anderen bestehen kann. Doch er bleibt nicht der einzige, der Tufs Hilfe beansprucht.

Nennt ihn Moses: In einer Kneipe wird Tuf von einem Mann angegriffen, der behauptet, er sei mit Moses verbündet. Es stellt sich heraus, dass Moses Plagen über den Planeten Charity bringt. Ein weiterer Ökoingenieur? Tuf geht der Sache auf den Grund.

Manna vom Himmel: Ein letztes Mal reist Tuf nach S'uthram und wieder haben sich die Verhältnisse verschlechtert. Zu der Nahrungsknappheit kommt nun auch noch ein Krieg mit benachbarten Planeten hinzu. Er muss sich schnell eine Lösung überlegen, damit er nicht ins Kreuzfeuer der verfeindeten Planeten gerät.

Die Erzählungen umfassen eine Zeit von ca. 10 Jahren und werden durch Haviland Tuf verknüpft. Trotzdem fiel es mir schwer, mit dem Buch warm zu werden.
Dies liegt wohl vor allem daran, dass Tuf eine relativ emotionslose Person ist. Zwar ist er auf seine Weise witzig, doch gleichzeitig scheint er unnahbar und fast unmenschlich zu sein, sodass eine Identifizierung nur schwer erfolgt. Die Episoden reichen auch nicht aus, mit den anderen Personen zu sympathisieren, da sie regelmäßig gewechselt werden und es nur wenige gibt, die häufiger auftreten.

Martin kenne ich von der "Song of Ice and Fire" Reihe, welche ich viele Male besser finde. Nichtsdestotrotz bildet "Planetenwanderer" ein netter Zeitvertreib. Außerdem muss man die Geschichten meiner Meinung nach nicht unbedingt zusammenhängend lesen.


Dienstag, 16. Juli 2013

Kajsa Ingemarrson - Vermisse dich jetzt schon


Tom ist der perfekte Ehemann. In Rickard bin ich verliebt.

Annika ist verheiratet, hat zwei gesunde Kinder, einen stabilen Job und wird von ihrem Ehemann geliebt. Doch trotzdem ist sie nicht zufrieden. Für sie besteht jeder Tag aus derselben Routine, und sie fühlt sich wie eine leere Hülle. Dann trifft sie auf einen neuen Arbeitskollegen: Rickard. Er bringt sie dazu, sich wieder wie eine Frau zu fühlen. Sie bemerkt, dass sie mit ihrem Mann Tom nur noch aus Routine zusammen ist. Stattdessen lässt sie sich auf eine Liebesbeziehung mit Rickard ein. Es kommt, wie es kommen muss: Tom erfährt von der Affäre und stellt Annika ein Ultimatum: Er gibt ihr eine Woche Zeit, nachzudenken und sich zu entscheiden. Entweder für ihn oder für Rickard.

Annikas Depression bzw. Midlife-Crisis hat mir nicht so ganz eingeleuchtet. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht in ihrem Alter bin und deswegen einige Situationen nicht nachvollziehen kann. Auf jeden Fall liegt es aber auch an der Charakterzeichnung Annikas. Vor allem zu Anfang werden ihre Stimmungsschwankungen kaum erklärt, bzw. sind ungerechtfertigt, sodass man als Leser eher Mitleid mit den "Opfern" empfindet.
Aus diesem Grunde hat mich allerdings die Handlung nicht wirklich mitgerissen. Wie es ausging, war erstens absehbar und hat mich zweitens nur marginal interessiert.
Die Auflösung, vor allem im Hinblick auf Rickard, fand ich eher unlogisch. Das, was seinen Charakter anfangs ausgemacht hat, Selbstbewusstsein und Entschlossenheit, sind am Ende egal. Leichtfertig und kleinlaut nimmt er die Entscheidung Annikas hin und verschwindet wie ein loses Blatt im Wind.

Trotz allem kann das Buch unterhalten. Es gibt sowohl amüsante Passagen als auch traurige oder erschreckende. So wäre es schön gewesen, wenn Annika einfach noch etwas über ihre Einstellung und Taten reflektiert hätte, um sie so sympathischer zu machen. Das Buch ist definitiv lesbar, erwarten sollte man aber nicht zu viel.

Sonntag, 14. Juli 2013

E. L. James - Shades of Grey

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …
Shades of Grey, das Skandalbuch der letzten Jahre. Für mich nicht ganz so viel Skandal.

Die sexuell unerfahrene Ana trifft auf den attraktiven und geheimnisvollen Christian. Sie wird direkt in seinen Bann gezogen, ob sie es denn will oder nicht. Dann wird sie mit seinem Geheimnis vertraut gemacht: Von Blümchensex hält er nicht viel. Er steht auf Fesseln und Peitschen. Ana muss sich überlegen, ob sie seinen Lebensstil annehmen kann oder ob sie lieber weglaufen sollte, solange sie noch kann.

Präsentiert wird uns hier eine erstmal sehr platte Liebesgeschichte, die stark an Twilight erinnert. Klar, angefangen hatte Shades of Grey auch als Twilight-Fanfiction. Der Schreibstil ist oftmals sehr anstrengend, was hauptsächlich an den zahlreichen Wiederholungen von Beschreibungen liegt. Ana kaut auf ihrer Unterlippe herum oder wird rot, oder sie himmelt wie immer Christian an. Davon etwas weniger hätte dem Buch wohl einige Seiten erspart.
Gleichzeitig ist die Reihe aber auch gut zu lesen. Die Handlung ist sehr einfach gehalten, und deswegen braucht man wenig Anstrengung, um sich durch die Geschichte durchzubeißen.

Die Sexszenen wurden mit der Zeit auch immer repetetiver. Ich bin kein wirklicher Fan von Erotikromanen, aber wenn die Reihe schon so ein großer Skandal sein soll, hätte ich "schlimmeres" erwartet. Für mich ist die Geschichte nicht mehr als der gewöhnliche Erotikroman. Nach dem ersten Buch fand ich die Story schon sehr ausgelutscht. Zwar hat die Geschichte Christians interessiert und auch der Schlagabtausch zwischen den beiden war ganz nett zu lesen, aber es hätte locker auch etwas weniger sein sollen. Auch die Sexszenen wurden irgendwann zu übergreifend; die eigentliche Handlung wurde zeitweise überhaupt nicht mehr vorangetrieben.

Wenn man sich einfach nur berieseln lassen will, kann man Shades of Grey ruhig mal lesen, aber ich bin froh, dass ich mir die Bücher nur ausgeliehen habe. Geld will ich dafür nicht ausgeben!
Den Hype um die Bücher verstehe ich nicht. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden ist zwar teilweise interessant wegen Christians angeknackstem Wesen, und wahrscheinlich finden viele Leser die dargestellten Sexpraktiken als interessant, insgesamt gesehen ist die Handlung jedoch sehr arm. Anas Liebe zu Christian ist meiner Meinung nach ungerechtfertigt, wenn man mal nüchtern über die Gesamtsituation nachdenkt. Eigentlich sollte sie nichts zu Christian hinziehen, außer die Liebe natürlich (hachja...).
Ich glaube, die Bücher sind so erfolgreich, weil die Mund-zu-Mund-Propaganda so groß war. Hörte man, worum es in den Büchern geht, wurde man neugierig gemacht. Aber diese Neugierde wurde in meinen Augen überhaupt nicht erfüllt. ein unbegründeter Hype!

Samstag, 13. Juli 2013

Stephen King: Misery



Als der erfolgreiche Autor Paul Sheldon einen Autounfall hat und von Annie Wilkes gerettet wird, glaubt er anfangs an eine glückliche Fügung. Sie ist gelernte Krankenschwester und versorgt seine Wunden. Gleichzeitig ist sie ein begnadeter Fan seiner Misery-Bücher. Als sie erfährt, dass die Titelfigur darin im neusten Roman stirbt, ist sie davon gar nicht begeistert. Sie fordert von  Sheldon, dass er einen neuen Roman schreibt, in dem er Misery wieder auferstehen lässt. Fügt er sich nicht, fügt sie ihm Schmerzen zu.

Gegenüber Misery war ich anfangs etwas skeptisch. Mir fiel es schwer, mir vorzustellen, dass eine Geschichte, die sich größtenteils an ein und demselben Ort abspielt mit lediglich zwei Personen etwas langweilig sein könnte. Aber ich wurde vom absoluten Gegenteil überzeugt!

Durch die wenigen Schauplatzwechsel wirkt der Roman sehr dicht. Alles zentriert sich um die beiden Hauptfiguren Sheldon und Annie und deren Machtspielchen.

"Sie" ist Psychoterror vom feinsten, der keine Sekunde der Langeweile aufkommen lässt. King macht Annie Wilkes zu wahrscheinlich eine der schlimmsten Psychopathinnen, die es nur geben kann: Eiskalt und unberechenbar. Gleichzeitig ist das Buch ein Hommage ans Lesen und ans Schreiben. Es macht einfach Spaß, am Schreibprozess Sheldons teilzuhaben. Für jeden King Fan und für jene, die es werden wollen, ist "Sie" absolut zu empfehlen!

Donnerstag, 11. Juli 2013

Proud non-reader of books

Warum überrascht mich das nicht?


Cassandra Clare: Chroniken der Unterwelt




Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Clary hält sich für ein ganz normales Mädchen: sie hängt Tag für Tag mit ihrem besten Freund Simon ab und streitet sich regelmäßig mit ihrer Mutter über Freiheiten. All das ändert sich, als Clary einen Mord beobachtet und die einzige zu sein scheint, die die Mörder sehen kann. Bald stellt sich heraus, dass es Schattenjäger waren und sie einen Dämonen getötet werden. Doch warum kann Clary, ein ganz normales Mädchen, diese Wesen, die sonst für das menschliche Auge unsichtbar sind, sehen? Unweigerlich wird sie in die Welt der Schattenjäger hineingezogen und merkt bald, dass sie mit dem Dämonenjäger Jace mehr gemeinsam hat, als ihr lieb ist.

Der erste Teil der Trilogie ist ein gelungener Auftakt der Erzählung von einer Welt, die interessanter kaum sein könnte. Clare mangelt es nicht an Kreativität von Fabelwesen und spannenden Handlungssträngen. Dem Leser gibt sie kaum eine Minute zum Durchatmen; ein Ereignis jagt das nächste. Das ist natürlich sehr aufregend, auf die Dauer aber auch etwas anstrengend. Teilweise wünscht man sich eine kleine Atempause, in der man die Figuren näher kennenlernen kann, die so liebevoll von der Autorin gezeichnet wurden.
Clary ist ein sympathischer Charakter. Sie ist so unwissend wie der Leser, sodass man mit ihr gemeinsam diese neue Welt entdecken kann. Jace ist mysteriös und aus diesem Grunde unglaublich interessant. Er lässt schon früh durchblicken, dass seine Arroganz und sein Sarkasmus lediglich Mauern sind, die es gilt, zu durchbrechen, um dem echten Jace zu begegnen.
City of Bones endet mit einigen Twists, die ein sofortiges Weiterlesen verlangen.

City of Ashes steht dann seinem Vorgänger in nichts nach. In diesem Band erfährt der Leser die Geschehnisse nicht nur durch Clarys Augen, sondern auch durch die anderen Protagonisten wie Jace und Simon. Dadurch entsteht ein dichtes Handlungsgeflecht, welches einiges erklärt und neue Fragen aufwirft.

City of Glass bildet schließlich das vorläufige Ende der Trilogie. Erneut gibt es einige Twists, die den Leser immer aufs Neue überraschen und die Spannung aufrecht erhalten. Das einzige Manko an diesem Teil war für mich das Ende. Nachdem es ein so langes Hin und Her in Sachen Liebe gab, war das Ende für mich etwas unbefriedigend. Zwar hat sich alles aufgeklärt, aber ein bisschen mehr Kitsch hätte es ausnahmsweise ruhig mal sein können ;)

Insgesamt halte ich die Trilogie für sehr gelungen. Trotz einiger Makel wie dem wiederholten Annähern und Entfernen der Liebenden, was nach einiger Zeit wirklich sehr repetitiv war, macht die Reihe einfach unglaublichen Spaß. Ich habe die Bücher regelrecht verschlungen und in weniger als einer Woche durchgesuchtet.

Nun freue ich mich auf den Film, der im August im Kino erscheint.